29.03.2026 16.16Online seit heute, 16.16 UhrDer höchste Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, ist von der israelischen Polizei am Zugang zur Grabeskirche in der Altstadt von Jerusalem gehindert worden.Der Italiener Pizzaballa habe in der Kirche die traditionelle Messe zum Palmsonntag feiern wollen, sei aber von israelischen Polizisten angehalten und zur Umkehr aufgefordert worden, teilte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem heute mit.Reuters/Ammar AwadMit ihm sei zudem der Kustos im Heiligen Land, Francesco Ielpo, gewesen. Der Franziskaner ist der oberste Wächter der Heiligen Stätten, einschließlich der Grabeskirche. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem bezeichnete den Vorfall als „schwerwiegenden Präzedenzfall“.Die israelische Polizei betonte in einer Mitteilung, dass alle heiligen Stätten in der Altstadt von Jerusalem aus Sicherheitsgründen wegen des Iran-Kriegs derzeit geschlossen seien. Eine Anfrage von Pizzaballa sei am Vortag geprüft und in Übereinstimmung mit den Schutzmaßnahmen des Zivilschutzes nicht stattgegeben worden.Das Lateinische Patriarchat betonte jedoch, Pizzaballa und Ielpo hätten sich an alle seit Beginn des Kriegs auferlegten Beschränkungen gehalten. Sie seien „privat und ohne jegliche Merkmale einer Prozession“, wie eigentlich am Palmsonntag üblich, unterwegs zur Kirche gewesen, hieß es in der Mitteilung.Aus Pizzaballas Heimatland gab es scharfe Kritik an dem Vorfall. Der italienische Außenminister Antonio Tajani kündigte an, den israelischen Botschafter in Italien in sein Ministerium einzuberufen, „um Klarheit über die Entscheidung zu erhalten“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.