Deepfake-Pornos: Fernandes sieht Gesetzeslücke

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29.03.2026 22.42Online seit heute, 22.42 UhrDie Moderatorin Collien Fernandes drängt auf mehr Sensibilität bei Behörden im Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt. Es brauche „Schulungen für die Menschen, die die Anzeige entgegennehmen“, sagte sie heute in der ARD-Talksendung „Caren Miosga“.Bewusstseinsbildung gefordertFernandes machte sich auch für bewusstseinsbildende Maßnahmen in Schulen stark. Die 44-Jährige sieht zudem weiteren Nachschärfungsbedarf bei derzeit diskutierten Gesetzesplänen.Geahndet werden solle die Verbreitung heimlich gemachter intimer Aufnahmen und die Verbreitung von Deepfakes, also mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellter intimer Aufnahmen, sagte sie.Nicht erfasst seien reale Aufnahmen, etwa einer Pornodarstellerin, die auf einem Social-Media-Profil einer Person verbreitet werden und so den Eindruck erweckten, es handle sich um die Inhaberin des Profils.Vorwürfe gegen Ex-PartnerHintergrund sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben.Ulmen-Anwalt weist Vorwürfe zurückFür Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die „initiale Berichterstattung“ des „Spiegels“ gerichtliche Schritte einzuleiten.„Unser Mandant hat zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes oder anderen Personen hergestellt und/oder verbreitet. Entsprechende Darstellungen sind falsch“, teilte Schertz in einer Aussendung mit.„Unabhängig von diesem Fall begrüßen wir als im Presse- und Persönlichkeitsrecht spezialisierte Rechtsanwälte die beabsichtigte Schließung von Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie ausdrücklich“, hieß es weiter.Demo in MünchenIn München fand unterdessen eine Demonstration gegen sexualisierte Onlinegewalt statt. Nach Angaben der Veranstalterinnen und Veranstalter nahmen 6.000 Menschen an der Kundgebung teil. Im Mittelpunkt stand Solidarität mit Fernandes sowie der Protest gegen digitale Gewalt gegen Frauen.