Gaza-Flotte: Israel bringt Aktivisten nach Kreta

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01.05.2026 11.19Online seit heute, 11.19 UhrIsrael hat rund 20 Boote der Hilfsflotte für den Gazastreifen gestoppt und Dutzende Aktivisten und Aktivistinnen nach Griechenland gebracht. 175 Personen seien heute auf der griechischen Insel Kreta an Land gegangen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP.Unter Begleitung der griechischen Küstenwache seien sie in vier Bussen in eine Stadt gebracht worden. Gestern waren die Boote von den israelischen Streitkräften festgesetzt worden. Die Organisatoren der Aktion „Global Sumud Flotilla“ meldeten ihrerseits 211 Aktivisten, die von Israel „gekidnappt“ worden seien.In internationalen GewässernDie Aktivisten waren in internationalen Gewässern vor Kreta festgesetzt worden. Israels Außenminister Gideon Saar hatte zuvor im Onlinedienst X angekündigt, dass sie „in Abstimmung mit der griechischen Regierung“ an einem griechischen Strand an Land gehen würden. Er dankte Griechenland „für die Bereitschaft, die Teilnehmer der Flottille aufzunehmen“.Die ursprünglich insgesamt mehr als 50 Boote der Hilfsflotte waren in den vergangenen Wochen von Marseille in Frankreich, Barcelona in Spanien und Syrakus in Italien ausgelaufen, um Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen.Auch Flotte im Vorjahr wurde gestopptEnde 2025 hatte schon einmal eine Hilfsflotte versucht, in den Gazastreifen zu gelangen. An Bord der Schiffe waren mehrere prominente Persönlichkeiten, darunter die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Die Schiffe wurden damals von der israelischen Marine aufgebracht, die Besatzungsmitglieder festgenommen und anschließend ausgewiesen.