US-Notenbank Fed: Powell bleibt weiter im Vorstand

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29.04.2026 22.18Online seit heute, 22.18 UhrDie US-Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins angesichts von Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Krieges unangetastet. Eine Mehrheit des Zentralbankrates stimmte heute dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten.Die dritte Zinspause in diesem Jahr rückte angesichts einer überraschenden Ankündigung von Noch-Fed-Chef Jerome Powell in den Hintergrund: Dieser will auch nach dem planmäßigen Ende seiner Amtszeit Mitte Mai im Vorstand der Fed bleiben.„Keine Wahl“„Ich habe vor, mich in dieser Funktion zurückhaltend zu verhalten“, sagte er bei seiner letzten Pressekonferenz als Fed-Vorsitzender. Wie lange er als Gouverneur im Vorstand arbeiten wolle, ließ er offen. Die jüngsten Ereignisse hätten ihm „keine Wahl“ gelassen, als im Vorstand zu bleiben. Das dürfte vor allem US-Präsident Donald Trump verärgern, der Powell schon lange gefeuert sehen will.Powell bezog sich auf die Untersuchungen gegen ihn wegen angeblich ausufernder Renovierungskosten an einem Fed-Gebäude. Vergangene Woche hatte Bezirksstaatsanwältin Jeanine Pirro angekündigt, diese einzustellen. Powell bestätigte bei der Pressekonferenz, dass auch das Justizministerium von einer Wiederaufnahme der Ermittlungen sowie der Zustellung neuer Vorladungen absehen will.Powell zeigte sich bei seinem letzten Auftritt besorgt. Die „rechtlichen Angriffe“ gefährdeten „unsere Fähigkeit, Geldpolitik ohne Berücksichtigung politischer Faktoren zu betreiben“, sagte er. Powell befürchtet, dass diese Attacken die US-Notenbank schwächen.Fed hält Leitzins stabilAm Mittwoch stimmten elf der zwölf Mitglieder des Zentralbankrats für die Beibehaltung des Zinses. Lediglich der Berater von US-Präsident Donald Trump, Stephen Miran, votierte wie bei den vorherigen Sitzungen für eine Senkung.Außergewöhnlich war, dass sich zudem drei Mitglieder gegen eine künftige Zinslockerung sträubten. Das dürfte ungeachtet der unsicheren Wirtschaftslage auch als demonstratives Zeichen gegen Trumps Forderungen nach Zinssenkungen gewertet werden. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.