30.04.2026 20.52Online seit heute, 20.52 UhrDas israelische Vorgehen gegen einen internationalen Schiffsverband mit Hilfsmitteln für Gaza im Mittelmeer sorgt in Berlin und Rom für Sorge. Eine gemeinsame Erklärung legt nahe, dass aus Sicht der beiden Regierungen der Stopp der „Global Sumud“-Flotille in internationalen Gewässern nicht mit dem Völkerrecht vereinbar sein könnte. „Wir rufen zur uneingeschränkten Achtung des geltenden Völkerrechts sowie zur Unterlassung unverantwortlicher Handlungen auf“, hieß es darin.Die Organisatoren der Hilfsflotte werfen Israel ein gewaltsames Vorgehen bei der Aktion in der Nacht auf heute vor. Israel betonte dagegen, die Operation sei im Einklang mit dem Völkerrecht verlaufen und es habe keine Verletzten gegeben.Die israelische Marine hatte westlich der griechischen Insel Kreta mehr als 20 Boote der Hilfsflotte gestoppt und Dutzende Aktivisten festgenommen. Einige Boote setzten nach dem nächtlichen Zwischenfall ihre Fahrt fort. Vonseiten der Organisatoren gab es zunächst keine Aussagen zu weiteren Plänen.Israel hat in der Vergangenheit Versuche von Aktivisten, die Seeblockade vor dem abgeriegelten Küstenstreifen zu durchbrechen, stets verhindert. Bei einem vorherigen Versuch war die vorwiegend aus privaten Segel- und Motorbooten bestehende „Global Sumud Flotilla“ vergangenen Herbst von israelischen Spezialeinheiten gestürmt und am Erreichen des Gebiets gehindert worden.