Österreich verbessert sich bei Pressefreiheitsindex

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30.04.2026 07.12Online seit heute, 7.12 UhrÖsterreich hat sich in dem heute veröffentlichten Pressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen (RSF) weiter nach oben gearbeitet. Mit 79,43 von 100 Punkten belegt das Land nun Platz 19 im Ranking und steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,31 Punkte bzw. drei Plätze. Die Top Ten, die Österreich 2015 verlassen hat, seien aber nach wie vor nicht in Griffweite.An der Spitze finden sich Norwegen, die Niederlande und Estland, am unteren Ende Eritrea, Nordkorea und China. In mehr als der Hälfte aller Länder wird die Pressefreiheitssituation als „schwierig“ oder „sehr ernst“ eingestuft.Als „gut“ wird die Situation in nur sieben Ländern – neben dem Spitzenreitertrio auch in Dänemark, Schweden, Finnland und Irland – eingestuft. Dort lebt weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung.„Zufriedenstellende“ LageÖsterreich findet sich in Nachbarschaft zu Kanada (20.) und Großbritannien (18.) in jener Gruppe von 36 Nationen, denen eine „zufriedenstellende“ Lage attestiert wird. Unter diesen findet sich auch Deutschland (14.), die Schweiz (8.) und Frankreich (25.).Österreich schneidet am besten in puncto Sicherheit (94,31 Punkte) ab. Den stärksten Punktegewinn gab es mit Blick auf den rechtlichen Kontext (plus 2,4 Punkte auf 84,37). Einen merkbaren Zuwachs gab es auch beim Wert für den politischen Kontext (plus 1,76 auf 74,35), während es im sozio-kulturellen und ökonomischen Kontext kaum Bewegung gab.RSF-Österreich-Präsident Fritz Hausjell warnte, dass der „überfälligen Stabilisierung der ökonomischen Grundlagen von Medien und Journalismus“ bisher nicht ausreichend Rechnung getragen worden sei.USA rutschten abLaut RSF war der durchschnittliche Wert der untersuchten Staaten in der 25-jährigen Geschichte des Pressefreiheitsindexes noch nie so niedrig wie 2026. „Die aktuelle Weltlage führt täglich vor Augen, dass Demokratie und Pressefreiheit enormen Bedrohungen ausgesetzt sind“, hielt RSF-Österreich-Generalsekretär Martin Wassermair in einer Aussendung zum Ranking fest.Zudem richte sich politische Rhetorik zunehmend gegen Medienschaffende – etwa in den USA unter Präsident Donald Trump. Die Vereinigten Staaten rutschten um sieben Plätze auf Platz 64 ab, womit die Lage mit Blick auf die Pressefreiheit als „problematisch“ eingestuft wird.Der Pressefreiheitsindex stützt sich auf die Befragung von Fachleuten für Pressefreiheit aus den jeweiligen Ländern. RSF erfasst auch selbst etwaige Inhaftierungen, Todesfälle und Geiselnahmen.