02.05.2026 15.32Online seit heute, 15.32 UhrPapst Leo XIV. hat einen ehemaligen Flüchtling, der einst ohne gültige Papiere in die USA gekommen war, in den USA zum Bischof gemacht. Der katholische Geistliche Evelio Menjivar-Ayala aus dem mittelamerikanischen Staat El Salvador hatte sich 1990 illegal über die Grenze bringen lassen.Das erste Oberhaupt der katholischen Kirche aus den USA ernannte den 55-Jährigen nun zum Bischof der Diözese Wheeling-Charleston im US-Bundesstaat West Virginia, wie der Vatikan heute mitteilte.Menjivar-Ayala war als 20-Jähriger in einem Kofferraum über die Grenze zwischen Mexiko und den USA gekommen, in El Salvador herrschte damals ein blutiger Bürgerkrieg.Die Ernennung wird von vielen auch als Zeichen gegen die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump gewertet. Die US-Regierung geht seit der Rückkehr des Republikaners ins Weiße Haus Anfang des vergangenen Jahres äußerst hart gegen Migranten und Migrantinnen vor, von denen viele aus Mittel- und Südamerika stammen.Der Papst, der selbst viele Jahre als Missionar und Bischof in Peru lebte, hatte das schon in seiner Zeit als Kardinal heftig kritisiert. Auch jetzt plädiert er immer wieder für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen.Trump forderte den Papst zuletzt mehrfach in teils harschem Ton auf, sich aus der Politik herauszuhalten. Zugleich behauptete er, der Papst sei als US-Bürger nur ins Amt gekommen, weil er selbst zum Präsidenten gewählt worden sei.