Hegseth ordnet Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland an

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01.05.2026 23.34Online seit gestern, 23.34 UhrUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat nach Angaben seines Ministeriums den Abzug von 5.000 US-Soldaten und -Soldatinnen aus Deutschland angeordnet. Der Abzug solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein, teilte das Ministerium gestern Abend mit.Einen Abzug hatte Trump angedroht, weil er über die mangelnde Unterstützung der NATO-Staaten für seinen Iran-Krieg erbost ist. Zudem ärgerte sich Trump über Aussagen des deutschen Kanzlers Friedrich Merz, die USA hätten kein Ausstiegsszenario im Konflikt mit dem Iran.Die deutsche Regierung hatte betont gelassen auf Trumps Drohung reagiert. Im Rahmen der NATO leiste die Bundeswehr „Seite an Seite mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Seite an Seite mit den Bündnispartnern in der gesamten NATO“ eine Arbeit an strategisch wichtigen Standorten in Deutschland, so Merz am Donnerstag bei einem Besuch am Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster.Nach Daten des US-Verteidigungsministeriums waren im Dezember 2025 gut 68.000 amerikanische Soldaten dauerhaft auf europäischen Stützpunkten stationiert. Mehr als die Hälfte davon, etwa 36.400, befanden sich in Deutschland. Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident mehrfach mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland gedroht.Der Abzug der Soldaten könnte auch zeitlich begrenzt sein. Allerdings wollen sich die USA schon länger militärisch stärker um China und den Pazifik-Raum kümmern. Die Schließung von ganzen Militärstandorten wäre ein schwerwiegenderer Schritt für Deutschland und Europa insgesamt.