Gasprom verdiente 2025 trotz Ukraine-Sanktionen gut

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30.04.2026 13.56Online seit heute, 13.56 UhrDer russische Energiekonzern Gasprom hat im vergangenen Jahr trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs durch weggefallene Erdgasexporte nach Europa mehr verdient.Der Nettogewinn stieg 2025 um sieben Prozent auf 1,3 Billionen Rubel (rund 15 Mrd. Euro), wie das Unternehmen heute mitteilte. Grund dafür war hauptsächlich eine stärkere Landeswährung, die sich positiv auf die in Fremdwährungen gehaltenen Schulden auswirkte.Der Umsatz fiel allerdings um 8,8 Prozent auf 9,77 Billionen Rubel. Das um Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereinigte Ergebnis (EBITDA) ging um sechs Prozent auf knapp drei Billionen Rubel zurück.Gasprom gilt als das russische Unternehmen, das am stärksten von den Folgen des Ukraine-Krieges und den Sanktionen des Westens betroffen ist. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge brachen die Gasexporte des Konzerns nach Europa im Jahr 2025 um 44 Prozent ein und fielen damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte der 1970er Jahre.Nach den Explosionen an der „Nord Stream“-Pipeline im September 2022 ist „TurkStream“ die einzige verbliebene Leitung für russisches Gas nach Europa. Gleichzeitig stiegen aber die Gasexporte nach China dem Unternehmen zufolge um fast 25 Prozent. Die Gasverkäufe auf dem russischen Heimatmarkt legten um acht Prozent zu.