Stocker pocht auf Verbot von „Österreich-Aufschlag“

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29.08.2025 08.30Online seit heute, 8.30 UhrBundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) will auf eine EU-weite Regelung gegen unterschiedliche Lebensmittelpreise in der EU pochen. „Das Ziel ist, dass der Österreich-Aufschlag durch ein Verbot verschwindet“, sagte Stocker im Ö1-Morgenjournal. Als kleines Land sei „Österreich mitbetroffen, ich bin nicht mehr bereit, das zu akzeptieren“, so Stocker. Bei der Inflation seien zudem die hohen Energiepreise ein wesentlicher Faktor, so Stocker. „Beidem werden wir uns widmen“.Zugleich bekräftigte Stocker das Ziel von mindestens einem Prozent Wirtschaftswachstum und höchstens zwei Prozent Inflation im kommenden Jahr. Bei der Regierungsklausur kommende Woche habe man „ein Konjunkturpaket im Programm“. „Wenn wir die Wirtschaftsleistung erhöhen wollen, brauchts etwas“, so Stocker. Wo das Geld dafür herkommen soll, ließ Stocker offen. Impulse werden man jedenfalls setzen können.Zum Vorschlag einer Senkung der Mehrwertsteuersenkung bei Grundnahrungsmitteln und gleichzeitiger Erhöhung für andere Produkte bezweifelte Stocker, ob diese Maßnahme die Inflation sinken ließe. „Ich glaube, das würde sich auf die Inflation nicht auswirken, aber es wären günstigere Preise". Mit Blick ins Ausland sei es „sehr zweifelhaft, ob sich eine solche Mehrwertsteuersenkung nicht in einer Preiserhöhung niederschlägt“, so Stocker.