30.08.2025 07.55Online seit heute, 7.55 UhrEs gibt Gegenstände, die lassen sich nicht oder nur schwer im Museum ausstellen. Wie Digitalisierung und künstliche Intelligenz dies künftig ändern können, das zeigt nun das Museum für Gestaltung Zürich in seiner Jubiläumsausstellung „Museum of the Future“.Zu seinem 150-Jahr-Jubiläum blickt es in die Zukunft und veranschaulicht anhand 17 interaktiver Experimente, wie neue Technologien Zugang zu sonst nicht ausstellbaren Museumsexponaten verschaffen.Verkohlte Schriftrollen mit KI sichtbar gemachtDenn die Herausforderung vieler Museen ist, dass die Objekte „zu groß, zu fragil“ oder „aus konservatorischen Gründen“ nicht zugänglich sind, wie das Museum in einer Mitteilung schreibt. So ist auch die künstliche Intelligenz Teil der Ausstellung „Museum of the Future – 17 digitale Experimente“.Im ersten Teil der Ausstellung entschlüssele diese beispielsweise verkohlte Schriftrollen aus der antiken Stadt Herculaneum. Oder sie mache Briefe des Schweizer Reformators Heinrich Bullinger sichtbar.Weltweit größtes digitales BildDie Ausstellung dürfte insbesondere die Diskussion um digitale Rekonstruktion anregen. Ein Höhepunkt der Schau sei die digitale Kopie des Panoramas der Schlacht bei Murten.Das Ölgemälde aus dem 19. Jahrhundert wurde nur wenige Male und letztmals an der Expo.02 ausgestellt und ist für seine gigantische Darstellung der mittelalterlichen Schlacht bekannt: 100 Meter lang und zehn Meter hoch ist das originale Rundbild des deutschen Malers Louis Braun.Die Kopie, die laut Mitteilung 1,6 Billionen Pixel hat, sei das aktuell größte digitale Bild weltweit. Erschaffen wurde es vom Labor für experimentelle Museologie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Besucherinnen und Besucher können mit einem Joystick im hochaufgelösten Bild scrollen und zoomen, und so kleinste Details bis auf den Pinselstrich erkennen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.