Ein Oktoberfest gibt’s auch in Berlin, seit 19 Jahren. Doch wenn die Linken es nicht wollen, dann wackelt die Berliner Multi-Kulti-Kultur. Was in aller Welt Nachahmer fand – von Kanada bis Australien – sollte ausgerechnet in der Hauptstadt keinen Platz mehr haben.Bayerisches Bier als ZumutungDenn Oktoberfest, so heißt es in Friedrichshain-Kreuzberg, sei „keine Kultur“. Dort, wo jede Trommel aus Timbuktu und jedes vegane Straßenfest als kulturelle Bereicherung gilt, erklärt man ausgerechnet bayerisches Bier zur Zumutung. Die Antifas sehen nicht ein, dass Bier im Grunde auch nur ein Smoothie ist: Malz, geröstete Körner, alles vegan, mit Wasser aufgekocht und abgefüllt. Vollbiologischer geht es kaum – nur nennt man es eben Helles.Polizei verweigerte den SchutzIn Berlin wollte die „Spreewiesn“ nach Friedrichshain umziehen, direkt neben den Club „About Blank“. Dort hieß es sofort: „Massenbesäufnis mit völkischen Stereotypen“. Es folgten Drohungen und Aufrufe zu Protesten. Das Landeskriminalamt stufte die Erklärungen zwar als Gewaltandrohung ein, doch die Polizei verweigerte dem Veranstalter den Schutz. Der knickte ein – und warf die Umzugspläne hin, um seine Gäste nicht Belästigungen oder gar Attacken auszusetzen.Die Spreewiesn findet trotzdem stattWas in München schlicht „Wiesn“ heißt, nennt sich hier „Spreewiesn“. Es findet trotzdem statt. Und es dauert nicht zwei Wochen wie München, sondern acht. Es heißt dort wieder: Maßkrüge voller Festbier, Dirndl, Lederhosen. Nur weil linke Szeneviertel Sturm läuft, wird kein Volksfest verschoben.Die Spreewiesen sind das Fest der Minijobber, Tagelöhner, Bürgergeldempfänger – sie können sich keinen Urlaub leisten. Aber zwei, drei Stunden im Bierzelt mit Blasmusik sind schon fast wie Urlaub in Bayern.Berlin hat viele Probleme. Doch das größte scheint für die Bezirksregierung zu sein, dass irgendwo jemand ein Bier im Maßkrug hochhält. Prost, Hauptstadt – auf deine schiefe Kulturpolitik.