30.08.2025 08.26Online seit heute, 8.26 UhrNach Jahren mit Lehrermangel in einigen Regionen, Schularten und Fächern hat sich die Bewerbungslage heuer laut Bildungsressort und Bildungsdirektionen verbessert. Laut dem Stand von gestern Mittag waren laut Ministerium 265 der insgesamt 120.000 Stellen unbesetzt.Für Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (FCG) ist es für eine Entwarnung allerdings zu früh. „Der Personalmangel ist noch lange nicht vorbei“, betonte er gegenüber der APA.Die Situation sei „tendenziell besser“, weil dank steigender Zahlen bei den Lehramtsstudierenden mehr Personal aus den Ausbildungsinstitutionen komme. Regional und auch nach Fächern gebe es aber große Unterschiede, nach wie vor am schwierigsten gestalte sich die Personalsuche in Wien und Vorarlberg.„Totales Politikversagen“Ob es wirklich genug Lehrerinnen und Lehrer gibt, werde man erst nach dem Schulbeginn sehen. „Da ist noch einiges in Bewegung.“ Selbst wenn alle Posten besetzt werden können, stünden dann nicht immer Personen mit der entsprechenden Qualifikation in der Klasse, schränkte Kimberger ein.Im vergangenen Schuljahr hatten laut Zahlen des Bildungsressorts nur die Hälfte der neu Angestellten ein Lehramtsstudium abgeschlossen. Die übrigen waren vor allem Studierende und Sondervertragslehrer, ein Zehntel waren Quereinsteiger und -einsteigerinnen.Dass es überhaupt zu den aktuellen Engpässen bei voll ausgebildeten Lehrern kommen konnte, ist für Kimberger ein „totales Politikversagen“. Die Entwicklung sei seit 2009 bekannt gewesen, das Ministerium habe trotzdem bis 2022 nicht reagiert. Das habe mittlerweile auch der Rechnungshof bestätigt.Engpässe auch bei Direktorinnen und DirektorenHandlungsbedarf sieht der Lehrergewerkschafter auch bei den Direktorinnen und Direktoren. Schon jetzt gebe es zu wenige Schulleitungen, bei Ausschreibungen gehe oft nur eine Bewerbung ein und die Pensionierungswelle schlage auch hier voll durch. „Wir müssen diese Tätigkeit schnellstens attraktiver gestalten, damit wir nicht Gefahr laufen, überhaupt keine Bewerbungen mehr zu bekommen.“ Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.