Am 18. August sank die Temperatur an der Thredbo Top Station* in New South Wales auf -13,2 °C und war damit mehr als 3 °C kälter als in jeder anderen Nacht dieses Jahres.[*Diese Station liegt rund 2000 m ü. NN. A. d. Übers.]Darüber hinaus war es auch die niedrigste Temperatur in New South Wales seit mehr als sieben Jahren und die niedrigste Temperatur des Landes seit Liawenee, Tasmanien, im Juli 2024 mit -13,5 °C einen Landesrekord aufgestellt hatte.Im ganzen Land verzeichneten alle acht Bundesstaaten und Territorien ungewöhnlich niedrige Temperaturen:…Auf die Listung aller Einzelwerte wird hier verzichtet. Herausgegriffen sei nur der Tiefstwert von Alice Springs mit 1,4°C. A. d. Übers.Eine trockene antarktische Luftmasse über dem Südosten Australiens war dafür verantwortlich. Bei klarem Himmel sorgte die Strahlungskühlung dafür, dass die Wärme an der Oberfläche schnell entweichen konnte. Eine seltene windstille Nacht über Thredbo und die Isolierung durch etwa 10 cm Neuschnee trugen dazu bei, dass die Temperatur auf Werte sank, die außerhalb des Zentralplateaus von Tasmanien nur selten beobachtet werden.Auf nationaler Ebene hat nur Tasmanien in den letzten zehn Jahren Werte unter -13,2 °C erreicht.…Der australische Winter 2025 war geprägt von wiederholten Kaltlufteinbrüchen, starken Strahlungskühlungsereignissen, Schneefall bis in nicht-alpine Städte hinein und weit verbreiteten Frösten bis tief nach Queensland hinein – genau das Gegenteil der saisonalen Prognosen des BOM. (Globaler Kältereport: Westeuropa: Ungewöhnliche Kältewelle setzt ein) Und die Kältewelle ist noch nicht vorbei. Es bleibt vorerst ungemütlich.…——————————Die folgende Meldung ist zwar kein aktuelles Einzelereignis, passt aber in einen Kältereport:Weltweit: Schnee an ungewöhnlichsten OrtenVon der trockensten Wüste der Erde bis zum amerikanischen Süden war seltener Schneefall ein Thema des Jahres 2025.Im Januar begrub ein heftiger Schneesturm die nördliche Golfküste unter einer Schneedecke.Am 21. Januar stellte Florida mit 22 cm in Milton einen neuen Landesrekord auf und brach damit eine Marke, die seit dem 19. Jahrhundert Bestand hatte. In Louisiana fielen bis zu 23 cm Schnee, in New Orleans waren es 20 cm – fast dreimal so viel wie der bisherige Rekord. Houston verzeichnete 8 cm Schnee, den drittschneereichsten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen, während Mobile in Alabama mit 19 cm seinen alten Rekord brach.Das Jahr 2025 hat weltweit eine ungewöhnliche Häufung von Kalt-Extremen gebracht.Im Januar bedeckte Schnee die Sahara in Algerien. Im Februar lag eine dicke Schneeschicht auf dem Mauna Kea auf Hawaii. Im Juni verwandelte sich die Atlantikküste Argentiniens in eine Winterlandschaft. Und am Ende des Monats bedeckte Schnee die karge Oberfläche der Atacama-Wüste in Chile, einem der trockensten Orte der Erde (in Teilen davon gab es seit Jahrhunderten keinen messbaren Niederschlag mehr), wie NASA-Satellitenbilder zeigten.Die NASA hat Schnee in der Atacama-Wüste fotografiert, die weithin als der trockenste nicht-polare Ort der Erde gilt. [NASA Earth Observatory/Wanmei Liang/USGS/MODIS]Diese Vorgänge sind nicht mysteriös – eine Kombination aus kalter Luft, Feuchtigkeit und Höhenlage kann fast überall zu Schneefall führen –, aber bemerkenswert ist die Häufigkeit, mit der diese „unmöglichen” Ereignisse nun auftreten.Schneefall ist kein Relikt der Vergangenheit, wie es die AGW-Theorie ursprünglich vorhergesagt hatte. Im Gegenteil – die Beweise deuten darauf hin, dass er an immer seltsameren Orten auftritt. Insgesamt wird er zu einem immer häufiger auftretenden und weiter verbreiteten Phänomen, und die AGW-Kabale versucht ihr Bestes, um mit dieser Realität Schritt zu halten.Begriffe wie „“Polarwirbel“ wurden populär gemacht, um heftige Kälteeinbrüche zu erklären. Obwohl der Begriff in der Meteorologie bereits seit dem 19. Jahrhundert verwendet wird, fand er erst nach dem brutalen Winter 2013–14 in den USA Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch – als die Mainstream-Medien eine Erklärung für die Rekord-Tiefsttemperaturen und starken Schneefälle im Zusammenhang mit der Mär vom „katastrophalen Klimawandel“ suchten.Seitdem wird er immer dann verwendet, wenn arktische Kälte nach Süden (NH) vordringt: „Eine Erwärmung der Arktis destabilisiert den Polarwirbel und führt zu mehr Kälteeinbrüchen weiter südlich“, lautet die offizielle Position. Was einst als natürlicher Teil der winterlichen Schwankungen anerkannt war, wird nun als Symptom der globalen Erwärmung umgedeutet. Auf diese Weise kommt das Narrativ unabhängig vom Ergebnis – Hitzewellen oder Schneestürme – immer zu der gleichen Schlussfolgerung.2025 Schnee in der Sahara-Wüste, in der Nähe der Stadt Ain Sefra, Algerien.Link: https://electroverse.substack.com/p/australia-freezes-at-132c-snow-in?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email——————————Australien: Ausgraben aus Schneemassen in den BergenDie Snowy Mountains in Australien befinden sich mitten in einem Winter mit zahlreichen Rettungseinsätzen, wobei die Einsatzkräfte bereits mehr als dreimal so viele Notrufe wie im Vorjahr bearbeiten mussten.Starke Schneefälle im Juni gaben den Ton an, mit Schneestürmen, die 50 bis 70 cm Schnee über die Gebirgsketten brachten, und Perisher, wo sich bis August eine 90 cm dicke Schneedecke gebildet hatte – von den Einheimischen als die beste Schneedecke seit Jahren beschrieben. …——————————Brasilien: Kaffee-Ernte erfriertKaffee wird vor allem durch einen Faktor in einen strukturellen Umbruch getrieben: Kälte.Brasilien – der weltweit größte Produzent – hat seit 2021 wiederholt Frost und Rekord-Tiefsttemperaturen erlebt. Laut der globalen Kaffeeanalystin Maja Wallengren traf der jüngste Frost Mitte August 2025 genau zu Beginn der Blütezeit für die Ernte 2026 ein.Diese Wachstumsphase ist entscheidend, da selbst leichter Frost verheerende Auswirkungen haben kann.Die Bäume, ohnehin schon durch jahrelange Strapazen geschwächt, reagieren mit einer „Stressblüte“ – sie stecken ihre Energie in die Blätter statt in die Kirschen. Das bedeutet irreversible Verluste, noch bevor die Früchte überhaupt wachsen. Agronomisch gesehen ist die Erholung von diesem Zyklus langsam und dauert oft Jahre oder Jahrzehnte.…Unterdessen steigt die Nachfrage weiterhin um etwa 3 Millionen Säcke pro Jahr. Da eine echte Erholung über Jahre oder Jahrzehnte hinweg nicht möglich ist und weitere Kälteperioden vorhergesagt werden (sowohl kurz- als auch langfristig), gilt die Vorstellung, dass „hohe Preise hohe Preise heilen“, nicht mehr. Der Kaffee ist einfach nicht da.Dies ist ein wetterbedingter Einbruch des Angebots aufgrund der Abkühlung. Brasiliens Arabica-Gürtel ist eingefroren und schrumpft – und der Weltmarkt beginnt gerade erst, dies in seinen Preisen zu berücksichtigen.Link: https://electroverse.substack.com/p/aussie-alpine-rescues-up-cold-freezes?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email——————————Meldungen vom 20. August 2025:USA: Früher Frost in MaineDer Norden von Maine wurde diese Woche von einem frühen Vorgeschmack auf den Winter heimgesucht, als die Tiefsttemperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt fielen.Die Estcourt Station verzeichnete eine seltene Tiefsttemperatur von -0,6 °C, während es in Caribou auf 3,3 °C kalt wurde. In Houlton sank die Temperatur am Montag auf 1,7 °C – der zweitfrüheste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1948, nur am 17. August 1979 war es noch früher so kalt. Die dort am Dienstag gemessenen 3,9 °C stellten einen neuen Tagesrekord dar.Laut einem Bericht des NWS wurde an mehreren Orten Frost gemessen. Entlang der Küste wird der Hurrikan Erin voraussichtlich Ende dieser Woche für hohen Wellengang und böigen Wind sorgen, aber im Landesinneren ist die frühe Frostperiode das eigentliche Thema. Und das könnte für einen Großteil Amerikas durchaus der Sommer sein, da sich ab diesem Wochenende in breitem Strom Luft arktischen Ursprungs nach Süden ausbreiten wird.…——————————Europa: Kühles Sommer-FinaleEuropa wird den August mit ungewöhnlicher Kälte beenden.GFS-Daten zeigen weit verbreitete Anomalien von 6 °C bis 10 °C unter dem Durchschnitt von 1981–2010, die sich von Frankreich und Deutschland über Polen, den Balkan bis nach Russland erstrecken. Auch Skandinavien ist von der Kälte betroffen, wobei Mitteleuropa das Zentrum der Kältewelle bildet.GFS 2m Temperatur- Anomalien am23. August [tropicaltidbits.com].Der größte Teil Europas nördlich des Mittelmeers wird den Herbst schon Wochen früher spüren.Eine Blockierung sorgt erneut für Anomalien. Für einen Großteil des Kontinents bedeutet dies, dass im August Jacken getragen werden müssen – weit entfernt von den Schlagzeilen über „endlose Sommerhitze”, die während einer sehr kurzen Hitzewelle Anfang des Monats dominierten.Vermutlich kommt es Mitte der nächsten Woche bei uns erneut zu einer kurzen Wärme-[Hitze?]-Welle (ca. 2 bis 3 Tage), bevor erneut herbstliches Wetter Einzug hält. A. d. Übers. ——————————Brasilien: Erneute Bedrohung der Kaffee-Gebiete durch KälteBrasiliens Kaffeegürtel bereitet sich auf einen weiteren Kälteeinbruch vor, da eine neue Kaltfront über alle wichtigen Arabica-Anbaugebiete nach Norden zieht.Dieser Winter hat bereits Rekorde hinsichtlich der Häufigkeit und Intensität von Kälteeinbrüchen im Kaffeeanbaugebiet Brasiliens aufgestellt. Die Bäume, die bereits durch wiederholte Kälteeinbrüche (seit 2021) geschwächt sind, stehen nun wenige Wochen vor der entscheidenden Blütezeit 2026 vor weiteren Belastungen.Die Erzeuger warnen, dass selbst ohne starken Frost anhaltende Kälte und übermäßige Niederschläge die Gleichmäßigkeit der Blüte stark beeinträchtigen und das Ertragspotenzial schwächen können. Angesichts der bereits angespannten globalen Lieferketten dürfte sich jede weitere Wetterkatastrophe in Brasilien – dem weltweit größten Kaffeeproduzenten – auf die Märkte auswirken.Die globale Kaffeeanalystin Maja Wallengren: „Dies bestätigt einmal mehr, dass es sich um einen Rekordwinter mit extremer Kälte in allen wichtigen Arabica-Anbaugebieten handelt.“Link: https://electroverse.substack.com/p/early-frost-bites-maine-cool-summer?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email——————————Rekord-Augustkälte in Jemen und Saudi-ArabienKühle, feuchte Wetterbedingungen haben diese Woche den Südwesten Saudi-Arabiens und das benachbarte Jemen heimgesucht und für Rekordkälte gesorgt.Die saudische Küstenstadt Gizan verzeichnete eine Höchsttemperatur von nur 30,5 °C – der kälteste Augusttag, der dort jemals gemessen worden ist.Im Jemen, insbesondere in den Bergdörfern, sanken die Tiefsttemperaturen in der Nacht auf 7 °C in Saada – ebenfalls außergewöhnliche Kälte für diese Jahreszeit.Anhaltende Regenfälle und Bewölkung begleiteten den Temperaturrückgang, wobei lokale Wettervorhersagen weitere Schauer im jemenitischen Hochland (Ibb, Taiz, Dhamar, Al Bayda, Raymah, Hajjah, Saada, Amran, Sanaa) sowie im Süden Saudi-Arabiens erwarten lassen.Der jemenitische Wetterdienst meldet ungewöhnlich kalte Augustnächte im Hochland mit Tiefsttemperaturen bis 7 °C.Diese für „Otto Normalverbraucher“ recht unverständliche Tabelle wird hier der Volständigkeit halber gezeigt. A. d. Übers.Beobachtungen aus der realen Welt sprechen weiterhin gegen die Theorie, dass es „immer heißer“ wird.——————————Argentinien: Starke Schneefälle im SüdenStarker Schneefall trifft Cerro Catedral, Río Negro, während antarktische Luftmassen den Norden Patagoniens heimsuchen:…Das im Original gezeigte Video kann hier nicht übernommen werden. Es zeigt einfach ein Schneegstöber. A. d. Übers.Schneeflocken bedeckten die hohen Berge und weite Abschnitte der RN40, behinderten den Verkehr und rechtfertigten die offiziellen Wetterwarnungen. Die Temperaturen in den Höhenlagen fielen auf -11 °C, etwa 10 °C unter dem Durchschnitt.Die Vorhersagen sagen für die nächsten 48 Stunden weiteren Schneefall voraus, wobei die Kälte zunimmt und sich nach Norden ausbreitet – sie wird voraussichtlich an diesem Wochenende und bis in die nächste Woche hinein den Norden Argentiniens, Uruguay, Paraguay, Bolivien und sogar auch wieder den Süden Brasiliens erfassen… ——————————Brasilien: Kaffee – der Rufer in der kälter werdenden WüsteDie brasilianische Cooxupé – die weltweit größte Kaffee-Genossenschaft mit Sitz in Guaxupé, Minas Gerais – hat berichtet, dass ihre Lagerhäuser zum Ende der Ernte 2025 nur zu 60 % ausgelastet waren. Normalerweise sind diese Lagerhäuser voll.Kaffee ist der Rufer in der Wüste. Arabica, die vorherrschende Sorte, gedeiht nur in einem engen Temperaturbereich – schon wenige Grad weniger und die Erträge brechen ein. Im Jahr 1975 vernichtete ein einziger Frost über Nacht zwei Drittel der brasilianischen Ernte und veränderte die weltweite Versorgung grundlegend.In Zeiten der Abkühlung können Grundnahrungsmittel wie Weizen und Mais überleben. Sie gedeihen zwar möglicherweise nicht besonders gut, aber ein oder zwei Frostperioden zerstören den Ertrag nicht. Kaffee, Kakao und Zuckerrohr hingegen sind auf schmale äquatoriale Gürtel beschränkt, und schon ein Temperaturrückgang oder früher Frost reichen aus, um die Ernte zu vernichten.Die Geschichte bestätigt dies. Während der Kleinen Eiszeit wurden die europäischen Weinberge und Cash Crops vom Frost heimgesucht, lange bevor die Getreideernte zusammenbrach. Luxusgüter waren als erstes betroffen. An Wärme angepasste Pflanzen sind empfindlich, weil sie auf klimatische Stabilität angewiesen sind – und genau das ist das Erste, was eine Abkühlung zunichte macht.Die halb leeren Lagerhäuser von Cooxupé sind ein frühes Anzeichen für systemischen Stress in der Landwirtschaft der warmen Breiten. Der brasilianische Kaffee hat seit 2021 mit ungewöhnlich niedrigen Temperaturen und zerstörerischen Frösten zu kämpfen. Die Preise steigen immer stärker. Die Lieferketten werden ins Wanken geraten. Und wenn sich der Planet weiter in Richtung Kälte neigt, wird Kaffee nicht nur teuer, sondern für viele auch unerschwinglich. Die Lieferketten werden ins Wanken geraten. Und wenn sich der Planet weiter in Richtung Kälte neigt, wird Kaffee nicht nur teuer sein, sondern für viele unerschwinglich.Die „Indiana Jones des Kaffees”, die Analystin Maja Wallengren, hat genau vor dieser Anfälligkeit gewarnt. Sobald Kaffee seinen Sweet Spot verlässt, ist der Sturz nicht allmählich. Es ist ein Absturz. Kaffee könnte uns etwas sagen: Die KALTEN ZEITEN kehren zurück.Quellen: PublicDomain/eike-klima-energie.eu am 28.08.2025Der Beitrag Globaler Kältereport: Weltweit: Schnee an ungewöhnlichsten Orten erschien zuerst auf .