Italien will „Europas Hochgeschwindigkeits-U-Bahn“ bauen

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29.08.2025 13.03Online seit heute, 13.03 UhrDie italienische Bahn (Ferrovie dello Stato, FS) hegt ehrgeizige Pläne: Sie will „die Hochgeschwindigkeits-U-Bahn Europas“ errichten – ein Netz, das die wichtigsten Städte des Kontinents verbindet und eine echte Alternative zum Flugzeug darstellen soll.Das kündigte Bahnchef Stefano Donnarumma in einem Interview mit der französischen Wirtschaftszeitung „Les Echos“ (Freitag-Ausgabe) an.„Unser Ziel ist die Schaffung eines Konsortiums, das es den Bahnunternehmen ermöglicht, ihre Investitionspläne zu koordinieren. Unser Traum ist ein europäisches Hochgeschwindigkeitsnetz, realisiert durch die Zusammenarbeit mehrerer Betreiber“, so Donnarumma.So plant die italienischen Bahn unter anderem eine schnelle Verbindung zwischen Rom und Berlin über München und damit auch Innsbruck. In Spanien hält FS über die Tochtergesellschaft IRYO bereits einen Marktanteil von 25 Prozent im Hochgeschwindigkeitsverkehr.Donnarumma bekräftigte zudem das Ziel der FS, bis 2029 die Bahnstrecke Paris – London mit einem Projekt im Umfang von rund einer Milliarde Euro zu bedienen. Die italienischen und französischen Hochgeschwindigkeitsnetze sollen künftig besser miteinander verknüpft werden, mit Verbindungen zwischen Paris und Mailand, bei denen sich die Fahrzeit auf fünfeinhalb Stunden verkürzen soll, aktuell sind es etwas über sieben Stunden.Unterdessen verzeichnen die italienischen Hochgeschwindigkeitszüge auf der neuen Strecke Paris – Marseille – nur etwas mehr als zwei Monate nach dem Start – eine Auslastung von 76 Prozent, deutlich über den Erwartungen. Die Fahrpreise liegen rund 30 Prozent unter denen der französischen Bahngesellschaft SNCF.