Nach Waffenruhe: Ölpreis sank, Börsen legten zu

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08.04.2026 09.33Online seit heute, 9.33 UhrDie Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe hat bei den europäischen Aktienanlegerinnen und -anlegern heute für große Erleichterung gesorgt, vor allem wegen des starken Einbruchs der Ölpreise.Mehrere Börsenfachleute sprachen von einem „Geschenk von Pakistan“. Der Nachbar des Iran vermittelte eine weitreichende, sofortige Waffenruhe. Daraufhin sanken die Ölpreise in der Nacht um rund 16 Prozent. Der ATX in Wien stieg um 3,6 Prozent, der deutsche DAX um 4,9 Prozent.Die Rohölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen auf dem Markt. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent fiel zeitweise unter 92 Dollar und damit auf das tiefste Niveau seit Mitte März.Öffnung der Straße von Hormus entscheidendEntsprechend deutlich stieg die Risikofreude der Anleger. Der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 kletterte in den ersten Handelsminuten um 4,4 Prozent auf 5.879 Punkte., in London gewann der FTSE 100 2,5 Prozent auf 10.608 Einheiten.Wichtig für die globalen Märkte ist vor allem, dass der Iran die Straße von Hormus nun wieder für den Schiffsverkehr öffnen will. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege, nicht nur für Öl und Gas. Ihre Öffnung war die Bedingung der USA für eine Feuerpause.IATA-Chef: Kerosinversorgung noch monatelang gestörtAuch nach der Öffnung der Straße von Hormus wird es dem Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) zufolge Monate dauern, bis sich die Versorgung mit Kerosin erholen wird.Er rechne zwar mit einem Rückgang der Rohölpreise, sagte IATA-Chef Willie Walsh in Singapur. Die Kosten für Flugbenzin blieben wegen der Auswirkungen auf die Raffinerien aber wahrscheinlich auf einem leicht erhöhten Niveau. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.