07.04.2026 15.51Online seit heute, 15.51 UhrDie durch die Blockade der Straße von Hormus ausgelöste Öl- und Gaskrise ist laut Internationaler Energieagentur (IEA) schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen. „Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt“, sagte IEA-Chef Fatih Birol in einem heute veröffentlichten Interview mit der französischen Zeitung „Le Figaro“.Europa, Japan, Australien und andere würden dadurch belastet, aber die am stärksten betroffenen Staaten seien die Entwicklungsländer. „Wir müssen uns bewusst sein, dass der März sehr schwierig war, aber der April wird noch viel schlimmer werden“, mahnte Birol.Sollte die vom Iran derzeit faktisch blockierte Meerenge den ganzen April über geschlossen bleiben, „verlieren wir doppelt so viel Rohöl und Raffinerieprodukte wie im März – wir steuern auf einen ‚schwarzen April‘ zu“.Die IEA-Mitgliedsländer hatten sich im vergangenen Monat zur Entlastung darauf geeinigt, einen Teil ihrer strategischen Reserven freizugeben. Der Prozess gehe weiter, sagte Birol. Das lindere den „Schmerz“ aber nur. Die einzig wirkliche Lösung sei die Wiedereröffnung der Straße von Hormus.„Solange sie geschlossen bleibt, wird die Weltwirtschaft vor sehr ernsten Schwierigkeiten stehen“, warnte Birol. Er sei derzeit sehr pessimistisch, weil dieser Krieg eine der Lebensadern der globalen Wirtschaft blockiere: „Nicht nur Öl und Gas, sondern auch Düngemittel, Petrochemikalien, Helium und vieles mehr.“ Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.