13.04.2026 10.30Online seit heute, 10.30 UhrDie Neuaufstellung der Medienförderung rückt näher. In den kommenden Tagen sollen laut Medienminister Andreas Babler (SPÖ) die Ergebnisse der dazu in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie präsentiert werden. Wichtig sei ihm, dass „echter Journalismus“ gefördert werde, nicht „willfährige Berichterstattung“, sagte er heute bei einer Konferenz zu Medien und Demokratie.Wie die Eckpfeiler der neu aufgestellten Medienförderung aussehen sollen, wollte Babler noch nicht im Detail preisgeben. Er halte es für eine gute Idee bei der Inseratenvergabe zu sparen und stärker in geregelte Medienförderung zu investieren und diese an seriöse journalistische Kriterien zu knüpfen.Prozess zu ORF-ReformNoch heuer soll zudem ein Prozess zu einer größeren ORF-Reform gestartet werden. Der ORF müsse nun für Klarheit sorgen, Machtmissbrauch und strukturelle Benachteiligung von Frauen dürften nicht mehr vorkommen. Die Debatte dürfe aber nicht genutzt werden, um den ORF zur Gänze anzugreifen. Er sorge für eine gemeinsame Wirklichkeit und operiere auch in Bereichen, die für andere Medien nicht mehr rentabel seien. Der Medienminister zeigte sich überzeugt, dass der ORF nach der Reform „freier und stärker“ sein werde.Social-Media-Algorithmen „bändigen“Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) äußerte sich bei der Konferenz zum grassierenden Frauenhass und zur sexualisierten Gewalt im Internet. „Das sind Angriffe auf unsere Demokratie selbst“. Wenn Algorithmen Hass und Desinformation verstärken, dann sei es eine Frage von demokratischer Verantwortung und nationaler Sicherheit, sie zu „bändigen“. Die Plattformen wolle er „massiv in Verantwortung“ nehmen.