Erdrutsch in Süditalien: Notstand ausgerufen

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10.04.2026 08.44Online seit heute, 8.44 UhrDie italienische Regierung hat nach einem schweren Erdrutsch entlang einer zentralen Nord-Süd-Verkehrsachse den Notstand ausgerufen und Sofortmittel für die Wiederherstellung der Infrastruktur zugesagt.Bei einem Besuch am Unglücksort kündigte Infrastrukturminister Matteo Salvini heute an, zunächst zehn Millionen Euro für erste Eingriffe bereitzustellen. Der Erdrutsch hatte am Dienstag die Verkehrsverbindungen bei Petacciato in der süditalienischen Adria-Region Molise unterbrochen.Die Erdmasse setzte sich langsam in Bewegung und schob sich Richtung Meer. Betroffen waren die Autobahn A14 sowie die Bahnstrecke zwischen Bologna und Tarent entlang der Adriaküste. Ausgelöst durch heftige Regenfälle in einem geologisch instabilen Gebiet erstreckt sich der Erdrutsch über rund zwei Kilometer bis zur Küste. Etwa 50 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.Risse in den Straßen, verbogene Gleise und eine abgesunkene Erdfront prägten das Schadensbild. Die Sperrungen zwangen Tausende Autofahrer und Autofahrerinnen zu weiträumigen Umleitungen über Landstraßen, wodurch sich die Fahrzeiten um mehrere Stunden verlängerten. Der Küstenbahnverkehr wurde ausgesetzt und teilweise über Rom umgeleitet. Die Regierung in Rom sprach von einem „faktisch in zwei Teile geteilten“ Land.Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt. Zivilschutzchef Fabio Ciciliano gab hinsichtlich der Dynamik des Erdrutsches Entwarnung. Ein Szenario mit wochen- oder monatelangen Sperrungen gilt als unwahrscheinlich. Eine wichtige Straße bleibt jedoch wegen einer eingestürzten Brücke gesperrt.