09.04.2026 13.46Online seit heute, 13.46 UhrDer künftige Chef der Raiffeisen Bank International (RBI), Michael Höllerer, will den Rückzug des Instituts aus Russland weiter vorantreiben und den Fokus stärker auf Wachstum in Osteuropa legen.Höllerer, der im Juli die Nachfolge des langjährigen Vorstandschefs Johann Strobl antritt, kündigte zudem auf der Hauptversammlung heute in Wien an, die Kooperation innerhalb der österreichischen Raiffeisen-Bankengruppe ausbauen zu wollen.Mit Blick auf das umstrittene Russland-Geschäft der Bank betonte Höllerer, der Abbau werde fortgesetzt. Er verfolge das Ziel, „konsequenter in unserer Sphäre, soweit wir das auch beeinflussen können, den Ausstieg aus Russland voranzubringen“, sagte er. Die RBI ist neben der italienischen UniCredit die größte westliche Bank in Russland.Sie prüft seit Ausbruch des Ukraine-Krieges einen Rückzug aus dem Land, kommt dabei jedoch nicht voran, da ein Verkauf zahlreiche Genehmigungen von Behörden und auch von Russlands Präsidenten Wladimir Putin selbst erfordert.Großes Potenzial für die RBI sieht Höllerer in den Kernmärkten in Mittel- und Osteuropa, deren Wirtschaftswachstum deutlich über dem der Euro-Zone liege. Um diesen Kurs fortzusetzen, wolle er stärker auf die lokale Marktkenntnis der Netzwerkbanken setzen.Mit dem zweiten Zukauf innerhalb kürzester Zeit treibt die RBI ihre Expansion in Osteuropa voran. In der Nacht auf heute kündigte das Institut ein Übernahmeangebot für die in Südosteuropa tätige Addiko Bank an.Die RBI bietet 23,05 Euro je Aktie in bar, das bewertet die Bank mit rund 20 Prozent über dem von der RBI ermittelten Eigenkapitalwert. Die Aktionärsvertreter zeigten sich gegenüber dem Angebot skeptisch. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.