Apple wird im Juni mehrere seiner Store-Filialen in den Vereinigten Staaten schließen. Darunter auch den Standort im Towson Town Center im Bundesstaat Maryland. Die Filiale war die erste innerhalb des Unternehmens, deren Belegschaft sich erfolgreich gewerkschaftlich organisiert hatte.Wie damals auf ifun.de berichtet, hatten die Mitarbeiter des Stores mehrheitlich für den Beitritt zur International Association of Machinists and Aerospace Workers gestimmt. Damit entstand erstmals eine formelle Arbeitnehmervertretung innerhalb der US-Retail-Struktur von Apple. Die Abstimmung galt als Signal für weitere Standorte, an denen ähnliche Initiativen vorbereitet wurden.Dammbruch in den USA: Erster Apple Store stimmt für GewerkschaftMit der nun angekündigten Schließung verliert dieser Store seine besondere Rolle. Apple verweist auf wirtschaftliche Entwicklungen rund um das Einkaufszentrum und begründet den Schritt mit veränderten Rahmenbedingungen vor Ort. Mehrere Händler hätten die Mall verlassen, zudem habe sich die allgemeine Situation verschlechtert.Gewerkschaft sieht Angriff auf OrganisationDie zuständige Gewerkschaft kritisiert die Entscheidung deutlich. Sie stellt die offizielle Begründung infrage und sieht in der Schließung einen möglichen Versuch, die gewerkschaftliche Organisation innerhalb der Apple Stores zu schwächen.Nach Angaben der Gewerkschaft wird geprüft, ob rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Zudem soll politische Unterstützung einbezogen werden. Die Organisation verweist darauf, dass der Standort für viele Kunden eine wichtige Anlaufstelle gewesen sei, auch wegen seiner guten Erreichbarkeit.Von Apple eingeschüchtert: Apple Atlanta vertagt Gewerkschafts-WahlNeben Towson werden auch zwei weitere Filialen in Trumbull im Bundesstaat Connecticut und in Escondido in Kalifornien geschlossen. Dort sollen die Beschäftigten nach Möglichkeit in andere Apple Stores wechseln. Für die Mitarbeiter in Towson gelten aufgrund der bestehenden Vereinbarungen gesonderte Regelungen bei der Suche nach neuen Positionen innerhalb des Unternehmens.Gewerkschaft Ver.di in Deutschland aktivAuch in Deutschland rücken Arbeitsbedingungen bei Apple zunehmend in den Fokus. Zuletzt hatten Beschäftigte in mehreren Filialen gemeinsam mit der Gewerkschaft Ver.di Aktionen organisiert, um auf Unterschiede bei Bezahlung, Arbeitsbelastung und Entwicklungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.Die Proteste fanden bewusst während der Pausen statt und zielten auf Dialog statt Konfrontation. Dabei wurden unter anderem uneinheitliche Gehaltsstrukturen und offene Fragen zur angekündigten Verkürzung der Wochenarbeitszeit thematisiert.The post Apple schließt erste US-Filiale mit aktiver Gewerkschaft dauerhaft first appeared on ifun.de.