11.04.2026 12.14Online seit heute, 12.14 UhrDie SPÖ hat heute die Erkenntnisse ihrer Umfrage „Familie ist Teamarbeit“ veröffentlicht. Das Ergebnis sei klar: „Viele Väter in Österreich wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen – werden jedoch durch strukturelle Hürden daran gehindert“, hieß es in einer Aussendung.„Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein politisches und gesellschaftliches Problem, das wir angehen müssen“, sagte SPÖ-Familiensprecher Bernhard Herzog.Österreich als EU-SchlusslichtÖsterreich sei bei der Väterkarenz EU-Schlusslicht. Während Mütter nach der Geburt durchschnittlich 416 Tage bezahlte Elternkarenz in Anspruch nähmen, seien es bei Vätern nur neun.Für die Umfrage hat die SPÖ 782 Elternteile aus ganz Österreich zu ihren Erfahrungen und Karenzhindernissen befragt. Hürden wären etwa finanzielle Einbußen, Angst vor Karriereknicken und negativen Reaktionen des Umfelds.Mit Kündigung gedrohtGezeigt habe sich auch ein „ein erschreckendes Bild mancher Arbeitgeber“. So sei einigen Vätern mit Kündigung gedroht worden, falls sie in Karenz gingen. Andere wurden nach der Karenz beruflich schlechter gestellt. Für Frauen seien diese Probleme allerdings seit Jahren Realität, wie die SPÖ betont. Das Ziel müsse „Halbe-Halbe in allen Lebensbereichen“ sein.Die ÖVP-SPÖ-NEOS-Bundesregierung hat sich im Regierungsprogramm vorgenommen, eine „interministerielle Arbeitsgruppe unter Einbindung von Stakeholdern und Sozialpartnern“ einzurichten, die Modelle zur „Stärkung der Partnerschaftlichkeit und der Väterbeteiligung“ erarbeiten soll. Bis spätestens Ende 2026 sollen Vorschläge vorliegen.