E-Control zieht Bilanz: Spritpreisbremse wirkt

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10.04.2026 11.23Online seit heute, 11.23 UhrDie E-Control zieht heute eine positive Zwischenbilanz über die erste Woche nach dem Start der Spritpreisbremse. Laut Chefvolkswirt Johannes Mayer sanken die Preise an den Zapfsäulen für Diesel im Gesamtschnitt um 10,5 Cent und für Superbenzin um 18 Cent. Damit habe die Verordnung wesentliche Ziele erreicht und vor allem das befürchtete Phänomen extrem schneller Preissprünge beendet.Das neue System funktioniert laut Mayer nach einer anfänglichen Margenreduktion wie ein „Tagesfloater“, bei dem Tankstellenpreise künftig nur noch den Notierungen auf dem Großhandelsmarkt folgen dürfen. Das viel kritisierte Phänomen von rasant steigenden, aber nur federleicht sinkenden Preisen („rockets and feathers“) an den Zapfsäulen sei damit de facto ausgeschlossen.„Das ist ein bisschen so wie eine Section Control auf der Autobahn“, erklärte Mayer das Konzept. Es gebe dabei keine Geschwindigkeitsübertretungen mehr, kontrolliert werde die Einhaltung durch die Regulierungsbehörde über Durchschnittsbetrachtungen.In der Analyse zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede je nach Tankstellentyp. Bei den großen Marken- und Kettentankstellen (Gruppe 1), die der Verordnung voll unterliegen, verzeichnete die E-Control die stärksten Rückgänge: Hier sank Diesel im Median um 18 Cent und Super um 21 Cent. Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) betonte dazu, dass die Dieselpreise an den günstigsten Tankstellen in sechs von neun Bundesländern mittlerweile unter zwei Euro gesunken seien.Die rund 1.300 kleinsten Tankstellen im Land (Gruppe 3), die von der Preisbremse ausgenommen sind, reduzierten ihre Preise hingegen nur minimal um drei Cent bei Diesel und zehn Cent bei Super. Laut Mayer hat diese Gruppe ihren traditionellen Preisvorteil gegenüber Markentankstellen mittlerweile weitgehend eingebüßt, das sei wettbewerblich weiter zu beobachten.Insgesamt verbesserte sich die Lage für heimische Autofahrer im internationalen Vergleich deutlich: Während Diesel in Österreich vor der Maßnahme noch um fünf Cent teurer war als im unregulierten Markt in Deutschland, ist er nun um fünf Cent billiger. Bei Superbenzin vergrößerte sich der rot-weiß-rote Preisvorteil gegenüber dem Nachbarland auf 15,5 Cent.Ob die bis Ende April befristete Spritpreisbremse angesichts dieser ersten Auswertungen noch einmal verlängert wird, ließ Mayer offen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.