Rechnungshof bemängelt Black-Hawk-Beschaffung

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10.04.2026 10.15Online seit heute, 10.15 UhrDer Rechnungshof (RH) übt in einem heute veröffentlichten Bericht Kritik an der Modernisierung der neun Black-Hawk-Hubschrauber und der Beschaffung von drei zusätzlichen Geräten. Aus Sicht des RH habe es Mängel bei der Vergabe gegeben.Das erste Verfahren zur Modifikation aus dem Jahr 2017 musste wegen „grober, vermeidbarer Verfahrensfehler“ widerrufen und neu durchgeführt werden. Die Kosten für Ankauf und Modifikation erhöhten sich um 17 Prozent auf 125,85 Mio. Euro.Bei der Beschaffung sei es insgesamt zu neun Vertragsänderungen gekommen. Bemängelt wurde vom Rechnungshof auch, dass sich der Abschluss der Modifikation der bestehenden Flotte um fünf Jahre verzögert habe, und das „trotz dringenden Bedarfs“. Verspätet habe sich auch der Ankauf der drei zusätzlichen Transporthubschrauber, die nun im August 2026 geliefert werden sollen.Ursprünglich hätten diese bereits im Dezember 2022 in Österreich landen sollen. Trotz vereinbarter Gesamtfestpreise sei es zu einer Erhöhung um 18,36 Mio. von 107,49 Mio. auf 125,85 Mio. Euro gekommen. Bis November 2024 leistete das Verteidigungsministerium Zahlungen in Höhe von 93,46 Millionen Euro.Aufholbedarf gibt es laut dem Prüforgan auch bei der Anzahl der verfügbaren Piloten und Pilotinnen. Was die Korruptionsprävention anbelangt, sieht der Rechnungshof ebenfalls Aufholbedarf.