Bauer zu nigerianischem Geschwisterpaar: Gerichte am Zug

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10.04.2026 11.51Online seit heute, 11.51 UhrIm Fall der geplanten Abschiebung eines aus Nigeria stammenden Geschwisterpaars, das seit acht Jahren in Tirol lebt, wollte Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) heute keine klare Position beziehen.Auf den Fall angesprochen, verwies sie auf einer Pressekonferenz auf die Gerichte, die diese Entscheidung treffen müssten. Gestern hatte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) ein humanitäres Bleiberecht für die beiden Geschwister gefordert.„Es gibt hier klare Regeln, an die wir gesetzlich gebunden sind“, so Bauer. Grundsätzlich sei ihre Position, dass Menschen, die in Österreich gut integriert sind, hier auch eine „gute Zukunft“ haben können. Die Frage, ob im konkreten Fall jemand ein Bleiberecht bekommt, sei aber keine politische, sondern eine rechtliche Entscheidung.„Als Vizekanzler ist mein Bekenntnis zum Rechtsstaat unumstößlich – und genau in diesen Fällen sieht er Möglichkeiten vor. Joseph und Victoria müssen humanitäres Bleiberecht erhalten“, hatte Babler gefordert.Auch NEOS bezeichnete die geplante Abschiebung als „unverständlich“. Der Tiroler FPÖ-Landesparteichef Markus Abwerzger gab gegenüber Medien an, er hoffe auf ein humanitäres Bleiberecht für die beiden.Die Geschwister waren als Jugendliche unbegleitet nach Österreich geflüchtet. Sie hätten in Tirol maturiert und befänden sich nun mitten in Studium und Ausbildung, so SPÖ-Chef Babler. NEOS-Asylsprecherin Sophie Wotschke plädierte „für eine sorgfältige Prüfung des Falls“.Der Fall der Geschwister aus Nigeria, deren Asylanträge mehrfach abgewiesen und die vergangene Woche vorübergehend in Schubhaft genommen worden waren, sorgte für Solidaritätsaktionen. Heute ist eine Demonstration in Wien geplant. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.