10.04.2026 12.45Online seit heute, 12.45 UhrDie FPÖ will mit ihrer Unterstützung eines Volksbegehrens „die Systemwechseltaste“ bei den Pensionen drücken. „Man hat den Eltern und Großeltern erzählt: Steh früh auf und geh arbeiten, dann wird im Alter für dich gesorgt. Dieser Lebensleistungsvertrag wurde gebrochen“, begründete der blaue Generalsekretär Michael Schnedlitz heute die Unterstützung für das Volksbegehren des ehemaligen Richters am Bundesverwaltungsgericht, Friedrich Kinzlbauer.Dieses fordert, die jährliche Pensionsanpassung um den gesetzlich festgesetzten Anpassungsfaktor inklusive aktueller Inflationsrate ohne Einschränkungen in den jeweiligen Gesetzen aufzunehmen.Außerdem sieht das „Pensionisten Volksbegehren“ ein „Recht auf würdiges, analoges Leben ohne Zwang zur Digitalisierung“ sowie ein Recht auf gesundheitliche Behandlung für jene, die „ein Leben lang gearbeitet und ins System eingezahlt haben“ vor.Attacken nach allen SeitenDer FPÖ-Generalsekretär bediente auf der Pressekonferenz nahezu alle Lieblingsthemen der Freiheitlichen. „Ausländische Häftlinge“, die nie ins System eingezahlt hätten, würden „wie Erste-Klasse-Patienten“ behandelt, während „Mama, Papa, Oma und Opa nach 40 Jahren am Schreibtisch oder am Bau“ von der Regierung auf die Wartebank geschoben würden.„Können Sie sich noch an Corona erinnern? Das ist dieselbe politische Elite, die verordnet hat, dass unsere Eltern und Großeltern alleine sterben müssen“, so Schnedlitz.Die Unterschriften von ÖVP und SPÖ hätte er dennoch gerne. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) forderte er direkt zum Unterzeichnen auf: „(Ex-Kanzler Bruno, Anm.) Kreisky hätte das wahrscheinlich getan.“ Auch an den Kanzler wandte er sich: „Herr Stocker, gibt es in der ÖVP noch Werte wie Familie und Zusammenhalt?“Von den Grünen und NEOS erwarte er ohnehin nicht viel, insbesondere Letztere würden „versuchen, die Kinder und die Großeltern zu spalten“.Initiator will überparteilich seinDie Allianz mit den Freiheitlichen beschrieb Kinzlbauer so: „Wir wollen überparteilich sein. Aber soll ich mich an die SPÖ oder die ÖVP wenden, wo diese gerade die Kürzungen beschlossen haben?“ Er kündigte aber an, den Pensionistenverband (SPÖ) und den Seniorenbund (ÖVP) zu kontaktieren.