08.04.2026 14.53Online seit heute, 14.53 UhrZehntausende Nacktbilder von Frauen sind nach Erkenntnissen von Fachleuten ohne Zustimmung der Betroffenen auf der Onlineplattform Telegram getauscht und gehandelt worden. Wie die Aktivistengruppe AI Forensics heute berichtete, stießen ihre Mitglieder bei einer sechswöchigen Untersuchung von spanischen und italienischen Chatgruppen auf fast 25.000 aktive Nutzer, die derartige Aufnahmen weiterverbreiteten, häufig gegen Bezahlung.In dem Zeitraum wurden auf den 16 untersuchten Telegram-Kanälen mehr als 80.000 Foto-, Video- und Audiodateien mit zumeist pornografischem Inhalt ausgetauscht, erklärte die Gruppe gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.Echte und gefälschte AufnahmenAuf einigen Aufnahmen waren demnach Minderjährige zu sehen. Ein Teil der Fotos und Videos war echt, bei anderen handelte es sich um mithilfe Künstlicher Intelligenz erzeugte „Deepfakes“.Den Autorinnen und Autoren der Untersuchung zufolge betrieben einige Mitglieder der Telegram-Gruppen koordinierte Kampagnen zur Belästigung und Bedrängung von Frauen, teilweise wurden persönliche Daten illegal veröffentlicht. Einige Nutzer riefen zu Vergewaltigung auf, andere diskutierten sexualisierte Aufnahmen von Kindern.Telegram: Vorgehen gegen Deepfakes „kompliziert“Während des Beobachtungszeitraums seien einige der untersuchten Gruppen zwar von Telegram geschlossen worden, hätten aber nur Stunden später unter gleichem Namen weitergemacht, kritisierte AI Forensics. Das zeige, dass die Kontroll- und Aufsichtsmechanismen bei dem Onlinedienst nicht ausreichten.Ein Sprecher des Onlinedienstes erklärte gegenüber AFP, die Verbreitung „nicht einvernehmlicher intimer Aufnahmen, einschließlich pornografischer Deepfakes“ sei gemäß den Nutzungsbedingungen „strikt untersagt“. Das Vorgehen gegen Deepfakes sei jedoch „für alle Plattformen kompliziert“. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.