11.04.2026 20.40Online seit heute, 20.40 UhrIn Irland ist heute den fünften Tag in Folge gegen die durch den Iran-Krieg gestiegenen Kraftstoffpreise demonstriert worden. Im Zuge einer großangelegten Aktion entfernte die irische Polizei, Gardai genannt, mit Hilfe von Streitkräften Traktoren vor der Ölraffinerie Whitegate, die seit Tagen blockiert worden war.Tanklaster konnten die Raffinerie nun wieder erreichen, über die ein Drittel der Kraftstoffversorgung des Landes gedeckt wird. Die Proteste hatten für Treibstoffengpässe gesorgt.Kevin McPartlan, Geschäftsführer der Interessenvertretung Fuels for Ireland, hatte zuvor mitgeteilt, dass bei Hunderten Tankstellen im Land der Kraftstoff ausgegangen sei. Er warnte vor einer weiteren Verschlechterung der Lage, sollten die Blockaden kein Ende finden. Neben mehreren Treibstoffdepots werden auch Häfen blockiert.Regierungschef Micheal Martin sprach von Aktionen, die „schwer zu begreifen“ seien. Polizeichef Justin Kelly warnte vor einer Fortsetzung der Blockade von Tankstellen im ganzen Land sowie der einzigen Ölraffinerie im Land. Zugleich wurden zusätzliche Sicherheitskräfte entsandt, um die Blockaden aufzubrechen.Die Blockade „wichtiger nationaler Infrastruktur wie Treibstoffdepots und Raffinerien“ habe zu starken Treibstoffengpässen geführt, sagte Kelly. Das wirke sich „unmittelbar auf Rettungsdienste wie Krankenhäuser, Krankentransporte und Feuerwehr aus“. Die Demonstrierenden nähmen mit ihren „illegalen“ Aktionen „das Land in Geiselhaft“, kritisierte Kelly.