09.04.2026 17.03Online seit heute, 17.03 UhrDie OECD hat heute die vorläufigen Zahlen der öffentlichen Entwicklungsleistungen (ODA) durch den Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit (DAC) veröffentlicht. Demnach kürzten 26 OECD-Länder ihre Ausgaben im Jahr 2025. Österreich gab lediglich 0,33 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungshilfe aus. Heimische NGOs kritisierten den Rückgang der Ausgaben.Laut dem OECD-Bericht verzeichnete die ODA-Quote aller DAC-Mitglieder im Jahr 2025 einen historischen Rückgang von 23 Prozent. Damit verzeichnete die ODA das stärkste Minus ihrer Geschichte. In den 70er Jahren setzten sich die DAC-Mitglieder das Ziel, jährlich 0,7 Prozent des BNE bereitzustellen.Dieses Ziel habe Österreich noch nie erreicht, sagte Alexander Bodmann, Vizepräsident der Caritas Österreich. Schon jetzt habe die österreichische Bundesregierung mit dem Doppelbudget 2025/2026 den Rückzug aus der internationalen Zusammenarbeit angetreten, so Bodmann.„Im Jahr 2025 schwand Österreichs ODA-Quote zum dritten Mal infolge“, ergänzte Lukas Wank, Geschäftsführer der AG Globale Verantwortung. Kritik kam auch von Alexander Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich: „Als wohlhabendes Land darf Österreich nicht auf jene Menschen vergessen, die im Globalen Süden von Armut betroffen sind und Hunger leiden. Hilfe zu kürzen, kommt zurück wie ein Bumerang.“