22.04.2026 16.57Online seit heute, 16.57 UhrNordmazedoniens Premierminister Hristijan Mickoski hat bei einem offiziellen Besuch bei Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) die anhaltende Blockade Bulgariens im EU-Beitrittsprozess kritisiert.„Wir sind Opfer von Bullying von einem EU-Mitgliedstaat“, sagte Mickoski heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Kanzler in Wien. Der nordmazedonische Premierminister betonte zugleich, die Zukunft seines Landes liege in der EU.Frustration nach 26 Jahren blockierter EU-AnnäherungDie Bürger Nordmazedoniens seien mittlerweile „frustriert“, so Mickoski. Mazedonien habe die EU-Annäherung vor 26 Jahren begonnen, sei vor 21 Jahren EU-Kandidatenland geworden, dennoch sei der Beitrittsprozess wegen bilateraler Angelegenheiten „zu einer unendlichen Geschichte geworden“.„Westbalkan in Europäischer Union verankern“Stocker forderte, Nordmazedonien und die gesamte Westbalkanregion fest in der Europäischen Union zu verankern. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wäre die EU-Erweiterung die beste Gegenstrategie sowie die stärkste und wirksamste Antwort für Frieden und Wohlstand.Laut Stocker ist Österreich mit einem Investitionsumfang von 1,3 Milliarden Euro größter Auslandsinvestor in Nordmazedonien. Über 50 heimische Unternehmen seien dort präsent und beschäftigten mehr als 9000 Personen.