Vor Kongresswahl: Etappensieg für Demokraten in Virginia

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22.04.2026 07.31Online seit heute, 7.31 UhrDie US-Demokraten haben ihre Chancen auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus nach den Kongresswahlen im Herbst deutlich erhöht. Die Wähler und Wählerinnen in Virginia billigten gestern bei einer Abstimmung US-Medien zufolge einen neuen, von den Demokraten entworfenen Zuschnitt der Wahlkreise. Dadurch könnten bei den Zwischenwahlen im November vier Mandate von den Republikanern an die Demokraten fallen.Landesweit muss die Opposition den Republikanern von Präsident Donald Trump drei Sitze abnehmen, um die Kontrolle über die Kongresskammer mit ihren 435 Abgeordneten zu übernehmen. Das würde es den Demokraten ermöglichen, Trumps Gesetzesvorhaben zu blockieren und Untersuchungen gegen seine Regierung einzuleiten.Dem Votum war ein erbitterter Streit über „Gerrymandering“ vorausgegangen. Dabei werden Wahlkreisgrenzen gezielt so gezogen, dass sie der jeweils regierenden Partei einen strukturellen Vorteil verschaffen – etwa indem Wählergruppen der politischen Konkurrenz auf wenige Bezirke konzentriert oder auf viele aufgeteilt werden. Üblicherweise geschieht das nur alle zehn Jahre nach einer Volkszählung.Nun dürften die Demokraten zehn statt bisher sechs der elf Sitze von Virginia im Repräsentantenhaus für sich entscheiden können. In der Kongresskammer werden alle zwei Jahre alle Sitze neu vergeben. Die Demokraten in Virginia rechtfertigten das Sondervotum als notwendige Reaktion auf ähnliche Maßnahmen der Republikaner unter anderem in Texas.