EU-Akkuregeln: Warum das iPhone keinen Wechselakku bekommt

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Zum Wochenanfang sorgten mehrere Berichte über eine schon im Sommer 2023 verfasste EU-Vorgabe für Aufmerksamkeit in sozialen Netzen und für ein erhöhtes E-Mail-Aufkommen in unserer Mailbox. Die Schlagzeilen warten teils dramatisch formuliert: „Europa schreibt vor: Ab 2027 nur noch Smartphones mit vom Nutzer austauschbaren und langlebigeren Akkus im Verkauf“.Social-Media-Grafiken feiern die vermeintlichen Akku-VorgabenHäufig war dabei von verpflichtenden Wechselakkus in Smartphones die Rede. Bebildert wurden diese Meldungen nicht selten mit aktuellen iPhone-Modelle, was den Eindruck noch verstärkte, auch Apple müsse seine Geräte künftig grundlegend umbauen. Dem ist nicht so.Konkrete Vorgaben zur AkkulanglebigkeitDie EU verfolgt mit ihrer Batterieverordnung vor allem das Ziel, die Nutzungsdauer von Geräten zu verlängern und Elektroschrott zu reduzieren. Dafür definiert sie zwei mögliche Wege. Neben der einfacheren Austauschbarkeit von Akkus beschreibt die Verordnung auch klare Anforderungen an deren Lebensdauer.Konkret gilt:Nach 500 vollständigen Ladezyklen muss ein Akku noch mindestens 83 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität aufweisen.Insgesamt muss die Batterie mindestens 1.000 vollständige Ladezyklen erreichen.Nach diesen 1.000 Ladezyklen darf die Kapazität nicht unter 80 Prozent der ursprünglichen Leistung fallen.Ein Ladezyklus entspricht einer vollständigen Nutzung der Akkukapazität, unabhängig davon, ob diese in einem Schritt oder über mehrere Teilladungen erfolgt. Die Vorgaben stellen sicher, dass Geräte über mehrere Jahre hinweg zuverlässig genutzt werden können, ohne dass der Akku frühzeitig stark an Leistung verliert.Der iPhone-Akku: Auch zukünftig wohl nur umständlich zu ersetzenZusätzlich verlangt die EU, dass Geräte mit fest verbauten Akkus robust konstruiert sind. Sie müssen staubdicht sein und mindestens 30 Minuten in bis zu einem Meter tiefem Wasser standhalten. Damit soll verhindert werden, dass äußere Einflüsse die Lebensdauer der Batterie verkürzen.Apple wird diesen Weg wählenFür Apple ergibt sich daraus ein klarer Handlungsspielraum. Das Unternehmen setzt seit Jahren auf fest verbaute Akkus und kombiniert diese mit Maßnahmen zur Schonung der Batterielebensdauer. Funktionen wie optimiertes Laden und langfristige Software-Updates zielen darauf ab, die Alterung zu verlangsamen.Der iPhone-Akku: Auch zukünftig wohl nur umständlich zu ersetzenDa aktuelle iPhone-Modelle bereits hohe Anforderungen an Wasser- und Staubschutz erfüllen, dürfte Apple die EU-Vorgaben vor allem über die geforderten Langlebigkeitswerte erfüllen. Ein grundlegender Wechsel hin zu frei zugänglichen Akkus ist dafür nicht erforderlich.EU: Neue Regeln für effizientere USB-C-Netzteile ab 2028Die verbreitete Annahme, dass Smartphones künftig grundsätzlich mit vom Nutzer austauschbaren Akkus ausgestattet sein müssen, greift daher zu kurz. Die EU schreibt kein bestimmtes Design vor. Entscheidend ist, dass Geräte länger genutzt werden können, entweder durch einfache Reparierbarkeit oder durch entsprechend langlebige Komponenten.The post EU-Akkuregeln: Warum das iPhone keinen Wechselakku bekommt first appeared on iphone-ticker.de.