Spuk und Grusel: Studie zeigt Verbindung zu Infraschall

Wait 5 sec.

27.04.2026 15.16Online seit heute, 15.16 UhrManche Menschen, die alte Häuser betreten, sind mit Unwohlsein konfrontiert – und für einige wenige ist die Erklärung einfach: Der Spuk muss mit Geistern zu tun haben. Eine neue Studie zeigt nun, dass hinter so manchem Grusel möglicherweise Infraschall steckt – Töne mit besonders niederer Frequenz, die eigentlich nicht hörbar sind, wie der „Guardian“ heute berichtet.Auslöser könnten etwa alte Rohre, Heizkessel und Lüftungsanlagen sein – und eben keine Geister. Die Töne mit einer Frequenz unter 20 Hertz seien für Menschen zwar nicht zu hören, aber möglicherweise trotzdem wahrnehmbar, heißt es in der Studie.Cortisolspiegel gestiegenDie – relativ kleine – Gruppe von 36 Freiwilligen waren gereizter, außerdem stieg der Spiegel des Stresshormons Cortisol an, sobald die Personen Beschallung mit derartigen Frequenzen ausgesetzt waren.„Infraschall könnte möglicherweise ein leichtes körperliches Unbehagen hervorrufen, an das sich dann eine Erklärung in Form eines Geistes oder einer Spukerscheinung anknüpfen lässt“, so Rodney Schmaltz, Psychologe an der MacEwan University in Kanada, gegenüber dem „Guardian“.Studie zeigt Reaktion auf BeschallungZwar konnten die Probandinnen und Probanden nicht sagen, wann die Beschallung eingeschaltet wurde, ihre Körper reagierten aber trotzdem auf den Einfluss. „Unabhängig davon, ob sie beruhigende Instrumentalmusik oder eher beunruhigende Klänge hörten, wirkte sich der Infraschall negativ auf ihre Stimmung und ihre Stressreaktion aus“, so Schmaltz weiter.Man brauche nun umfangreichere Studien, um die Effekte von Infraschall zu bestätigen. Aber die Vermutung liegt offenbar nahe, dass die Töne zum „vagen Unbehagen“ in manchen „Spukhäusern“ beitragen kann.