Hattmannsdorfer will „Preis-runter-Garantie“ bei Sprit

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24.04.2026 22.16Online seit heute, 22.16 UhrWirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) will die Spritpreisbremse mit Eingriffen in die Gewinne von Mineralölkonzernen nur für eine kurzfristige Übergangszeit, um „extreme Preisspitzen“ abzufedern. Langfristig will er stattdessen nur eine „Preis-runter-Garantie“ behalten, sagte er im Interview mit mehreren Zeitungen.Preissenkungen auf dem Ölmarkt müssten unverzüglich an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. Das ist in der aktuellen Spritpreisbremse auch schon verankert. So ein Modell werde jetzt „mit den Experten, mit der E-Control, auch mit Forschungsinstituten wie dem IHS und dergleichen“ entwickelt, sagte er laut „Kronen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).Es gehe um „eine einzige, einfache Regel: Wenn die internationalen Einkaufspreise fallen, kommt das beim Konsumenten an“, wurde er in der Tageszeitung „Österreich“ zitiert. Denn er akzeptiere nicht, „dass Preiserhöhungen sofort an der Zapfsäule ankommen, Preissenkungen aber nur im Schneckentempo“, sagte er im „Kurier“.Minister für FrackingGrundsätzlich müsse Österreich alle Möglichkeiten nutzen, sich von der internationalen Entwicklung unabhängiger zu machen. In diesem Zusammenhang will er auch Fracking in Erwägung ziehen, falls es ein umweltfreundlicheres Verfahren gibt, sagte er in der „Presse“: „Wenn es hier neue Technologien gibt, die die bisherigen berechtigten Bedenken adressieren, dann sollte sich die OMV das konkret anschauen“, empfahl er.Die aktuelle Spritpreisbremse sieht neben einer Senkung der Mineralölsteuer und einer Beschränkung der Gewinne der Mineralölkonzerne auch vor, dass sich Preissteigerungen nur mehr im Rahmen einschlägiger Produktnotierungen bewegen dürfen. Sinken die Produktnotierungen, muss dementsprechend auch diese Senkung weitergegeben werden.SPÖ für Verlängerung von SpritpreisbremseSPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim sprach sich unterdessen für eine Verlängerung der derzeitigen Spritpreisbremse aus. „Wenn etwas sehr gut funktioniert, soll man es auch fortführen“, schrieb er in einer Aussendung. Die Preise in Österreich lägen aktuell unter dem europäischen Durchschnitt.