Von der Leyen: Engere Marinekooperation in Nahost

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24.04.2026 18.18Online seit heute, 18.18 UhrAngesichts der Blockade der Straße von Hormus hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen, den Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Nahen Osten zu erweitern. Nach einem Treffen der EU-Spitzen mit den Präsidenten von Ägypten, Libanon und Syrien sowie Jordaniens Kronprinz sagte die Politikerin heute, sie schlage vor, „über das reaktive Krisenmanagement hinauszugehen“.Man könne „erwägen, den Umfang von Missionen wie der Operation ‚Aspides‘ zu erweitern und sie von reinem Schutz zu einer ausgefeilten gemeinsamen maritimen Koordination weiterzuentwickeln“, so von der Leyen.Die EU-Kommissionspräsidentin warb zudem dafür, eine strukturelle Zusammenarbeit zur Steigerung der Rüstungsproduktion aufzubauen. Da mit Zypern auch ein EU-Mitgliedsstaat von iranischen Angriffen betroffen war, soll zudem nun die genaue Rolle und Funktion der EU-Beistandsklausel festgelegt werden: Bis Juni soll die EU-Kommission eine konkrete Vorgehensweise im Falle der Aktivierung durch einen EU-Staat ausarbeiten.Die Staats- und Regierungsspitzen der Europäischen Union hatten sich in Zypern bei einem informellen Treffen ausgetauscht. Ein zentraler Streitpunkt war eine geplante Steigerung des Finanzrahmens auf zwei Billionen Euro, wogegen sich Österreich und andere Mitgliedsstaaten stellen.Hauptaugenmerk des Gipfels lag aber auf Beratungen über den Iran-Krieg. Im Raum stand ein deutscher Vorschlag, dem Iran die Lockerung von Sanktionen als Anreiz anzubieten, sollte die Straße von Hormus wieder freigegeben werden. Das könne aber nur im Rahmen einer umfassenden Einigung des Iran mit den USA geschehen.