28.04.2026 07.57Online seit heute, 7.57 UhrDie Details zur umstrittenen Paketabgabe für Onlinehändler könnten bald fixiert werden. „In den kommenden Wochen soll das Begutachtungsverfahren starten, um die gesetzliche Regelung vor dem Sommer einbringen zu können“, hieß es aus dem Finanzministerium, wie die APA heute berichtet.Das Ministerium plant eine Paketabgabe von zwei Euro pro Paket für große Onlinehändler mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr. Onlinehandelsvertreter in der WKO fordern indes, die Paketabgabe zu stoppen.Gegenfinanzierung für MehrwertsteuersenkungDurch die Abgabe soll die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli zum Teil gegenfinanziert werden. Die Mehrwertsteuerreduktion soll rund 400 Millionen pro Jahr kosten, durch die Paketsteuer wird mit Zusatzeinnahmen von rund 280 Millionen Euro gerechnet.Die Zuständigkeit für die Abfuhr der künftigen Paketabgabe liegt laut Finanzministerium beim Finanzamt Österreich. Versandhändler, die keinen Sitz in Österreich oder einem anderen EWR-Staat haben, müssen einen Bevollmächtigten beauftragen, das würde etwa die chinesischen Billigplattformen Shein und Temu betreffen.Offener Brief aus WirtschaftskammerDie geplante Paketsteuer stößt bei vielen Händlern auf Unverständnis: Wirtschaftskammer-Vertreter haben nun einen offenen Brief an die Bundesregierung geschrieben und drängen darauf, die Abgabe nicht einzuführen. Eine Paketabgabe treffe die Falschen, nämlich den heimischen Onlinehandel und letztlich die Konsumentinnen und Konsumenten, so die Kritik.