Mehr Interoperabilität: Europa knöpft sich Android vor

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Die Europäische Kommission verschärft ihre Bemühungen, den Zugang zu zentralen Funktionen von Googles Android-System zu öffnen. Im Rahmen des Digital Markets Act hat die Behörde vorläufige Maßnahmen vorgestellt, die eine stärkere Interoperabilität zwischen Android und konkurrierenden KI-Diensten ermöglichen sollen.Unternehmen und Interessierte können bis zum 13. Mai 2026 Stellung nehmen.Geplante Öffnung zentraler Android-FunktionenKern der Vorschläge ist die Forderung, dass KI-Werkzeuge von Drittanbietern besser mit Anwendungen auf Android-Geräten zusammenarbeiten können. Künftig sollen alternative Dienste in der Lage sein, typische Aufgaben direkt auszuführen. Dazu zählt etwa das Versenden von E-Mails über die bevorzugte App, das Teilen von Fotos oder das Bestellen von Essen. Bislang sind solche tief integrierten Funktionen vor allem Googles eigenen Angeboten vorbehalten.EU-Vorgaben zur Interoperabilität: Was Apple 2026 bereitstellen mussEin weiterer Punkt betrifft die Aktivierung von KI-Diensten. Nutzer sollen alternative Anbieter einfacher starten können, etwa über individuell festgelegte Sprachbefehle. Damit würde sich die Steuerung nicht mehr ausschließlich auf Googles eigene Lösungen konzentrieren. Ziel ist es, die Nutzung konkurrierender Angebote im Alltag zu erleichtern.Digital Markets Act als regulatorischer RahmenDie Maßnahmen sind Teil sogenannter Spezifizierungsverfahren, die Anfang 2026 eingeleitet wurden. Sie konkretisieren, wie große Plattformanbieter ihre Pflichten aus dem Digital Markets Act umsetzen müssen. Das Gesetz richtet sich an sogenannte Gatekeeper. Dabei handelt es sich um große Plattformen, die als zentrale Schnittstelle zwischen Unternehmen und Nutzern fungieren.Google gehört mit Diensten wie der Suche, dem Play Store, Maps, YouTube und dem Android-Betriebssystem zu diesen regulierten Anbietern. Seit März 2024 muss das Unternehmen die Vorgaben vollständig einhalten. Auch iOS und Apples App Store gehören zur Gruppe der Gatekeeper.Nach Abschluss der Konsultation wird die Kommission die eingegangenen Rückmeldungen auswerten. Auf dieser Grundlage können Anpassungen erfolgen. Eine endgültige Entscheidung mit verbindlichen Maßnahmen soll innerhalb von sechs Monaten nach Start des Verfahrens getroffen werden. Parallel behält sich die Kommission vor, bei Verstößen gegen bestehende Vorgaben weitere Schritte einzuleiten.The post Mehr Interoperabilität: Europa knöpft sich Android vor first appeared on iphone-ticker.de.