Von der Leyen fordert Energiewende in Europa

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29.04.2026 10.31Online seit heute, 10.31 UhrEU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat angesichts des Iran-Kriegs und der Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen eine Energiewende gefordert. In den ersten 60 Tagen des Konflikts sei die Rechnung für importierte Kraftstoffe um 27 Milliarden Euro angestiegen, sagte von der Leyen heute im EU-Parlament in Straßburg.Daher müsse sich Europa in Zukunft mehr auf erschwingliche, heimische Energie konzentrieren wie Erneuerbare oder Atomkraft. Als Beispiel nannte die EU-Kommissionspräsidentin Schweden, wo der Anstieg des Gaspreises kaum zu höheren Strompreisen führe, weil das Land fast die ganze Energie aus Erneuerbaren und Nuklearenergie beziehe.„Insgesamt benötigen wir mehr Energie, weil Datenzentren und künstliche Intelligenz zunehmen“, so von der Leyen. Ein Kontinent mit begrenzten Reserven sollte daher führend sein in der Elektrifizierung. Bis zum Sommer will die EU-Kommission einen entsprechenden Aktionsplan vorlegen.Im laufenden EU-Haushalt seien fast 300 Milliarden Euro für Energie vorgesehen, davon seien 95 Milliarden Euro noch nicht genutzt, sagte von der Leyen. Jetzt sei der Zeitpunkt, um den Übergang zur Elektrifizierung anzugehen.In diesem Zusammenhang ging die EU-Kommissionspräsidentin auch auf das nächste EU-Mehrjahresbudget von 2028 bis 2034 ein, für das das Europaparlament am Dienstag seine Verhandlungsposition beschlossen hat.„Es ist klar: Wir brauchen neue Eigenmittel“, forderte von der Leyen neue, eigene EU-Einnahmequellen. Ansonsten stehe die EU vor einer düsteren Situation: entweder höhere EU-Beiträge der Staaten oder geringere Ausgaben in einer Zeit gestiegener Anforderungen.