Netanjahu-Prozess: Präsident für außergerichtliche Einigung

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26.04.2026 14.19Online seit heute, 14.19 UhrIm Korruptionsverfahren gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu plädiert der Staatspräsident Jizchak Herzog für eine außergerichtliche Einigung. Das teilte ein Sprecher Herzogs heute als Reaktion auf einen Bericht der „New York Times“ mit, dem zufolge der Präsident entschieden habe, Netanjahu derzeit keine Begnadigung zu gewähren und stattdessen eine Einigung anzustreben.Herzog habe mehrfach erklärt, dass er eine Einigung zwischen den Parteien im Verfahren gegen Netanjahu für eine „angemessene und sachgerechte Lösung“ halte, sagte der Sprecher.Der Präsident sei daher überzeugt, „dass vor der eigentlichen Behandlung des Gnadengesuchs zunächst alle Bemühungen ausgeschöpft werden sollten, eine Einigung zwischen den Parteien außerhalb des Gerichtssaals zu erzielen“. Netanjahu hatte eine solche Einigung stets abgelehnt und stattdessen seine Unschuld beteuert.Netanjahu hatte das Gnadengesuch im November eingereicht. Zur Begründung nannte er unter anderem heftige Auseinandersetzungen in Israel über seinen Korruptionsprozess. Dieser läuft seit sechs Jahren. Angeklagt ist der Regierungschef wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit. Das israelische Nachrichtenportal Ynet schrieb, dass Herzog mit seinem Handeln den Entscheidungsprozess in der Begnadigungsfrage nun „eingefroren“ habe.