Ratten plagen Vertriebene in Gaza

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24.04.2026 15.41Online seit heute, 15.41 UhrRatten, Mäuse und andere Nagetiere sowie Parasiten plagen viele der Vertriebenen im Gazastreifen, die auch sechs Monate nach der Waffenruhe vielfach noch in überfüllten Zelten hausen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte heute vor den Folgen der verheerenden Lebensumstände.„Zerstörte Gebäude und Berge von angesammeltem Müll haben ideale Brutstätten für Nagetiere und Schädlinge geschaffen“, sagte die neue WHO-Vertreterin für die besetzten Gebiete, Reinhilde Van de Weerdt.Dicht zusammengedrängt in NotlagernMehr als die Hälfte des Gazastreifens ist unter israelischer Militärkontrolle. Deshalb leben die Menschen in dem schon vor dem Krieg dicht besiedelten Gebiet auf engstem Raum in Zelten und Notunterkünften.Es gilt zwar seit Oktober 2025 eine Waffenruhe, doch setzt Israel Angriffe fort. Nach Angaben des von der Hamas geführten Gesundheitsministeriums sind seit Beginn der Waffenrufe mehr als 700 Menschen bei Angriffen umgekommen.Fast überall HautausschlägeIn mehr als 80 Prozent der Zeltstädte und Notunterkünfte gebe es Hautinfektionen und Hautausschläge, darunter Krätze, sowie Läuse und Bettwanzen, sagte Van de Weerdt. In diesem Jahr seien bereits mehr als 70.000 Fälle von Nagetier- und Parasitenbefall auf der Haut gemeldet worden.