24.04.2026 11.25Online seit heute, 11.25 UhrKurz vor Beginn der Aufstiegssaison am Mount Everest ist die Route zum Gipfel des höchsten Berges der Welt immer noch blockiert. Die normalerweise längst geöffnete Strecke vom Basislager zu Lager zwei sei durch einen Serac – einen aufgetürmten Eisblock – im Khumbu-Eisbruch versperrt, teilte Nepals Tourismusministerium heut auf dpa-Anfrage mit.Spezialisten suchten derzeit nach einer sicheren Route, die nicht vom Serac-Einsturz in dem ohnehin besonders kritischen Gletschergebiet gefährdet sei, sagte Ministeriumssprecher Himal Gautam.Normalerweise ist die Route zum Lager zwei ab Mitte April geöffnet, Bergsteigerinnen und Bergsteiger können sich durch wiederholte Lagerwechsel vor den Gipfelversuchen akklimatisieren. Erste Gipfelbesteigungen gelingen üblicherweise Anfang Mai.Sorge vor StausDass der Weg noch nicht eingerichtet ist, lässt die Sorge vor extremem Andrang und Staus auf der Strecke wachsen. Das Zeitfenster ist ohnehin klein: Die Everest-Klettersaison konzentriert sich auf wenige Tage bis Wochen im Mai, wenn die Wetterbedingungen am stabilsten sind und das allmähliche Abschmelzen des Khumbu-Gletschers die Bergsteiger noch nicht zur Umkehr zwingt.Vorbereitungsarbeiten per HubschrauberWährend nepalesische Organisationen für die Instandsetzung und Seilbefestigungen zwischen Basislager und Lager zwei zuständig sind, hätten externe Expeditionsveranstalter mit Arbeiten an den oberen Abschnitten bis zum Gipfel mit Hilfe von Hubschraubern begonnen, um den Prozess zu beschleunigen, wie Gautam sagte.Dem Sprecher zufolge haben bis heute 410 Bergsteiger eine Genehmigung für eine Everest-Besteigung in dieser Frühjahrssaison erhalten. Bis Mitte Mai werden weitere Anmeldungen erwartet.