KI hat meinen Job ruiniert

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Ich bin Software-Entwickler im mittleren Alter. Ich hab also noch ein paar Jährchen bis zur Rente. Was mir besonders gefallen hat an dem Beruf war das lösen komplexer Probleme, und die Herausforderung, alles in eine schöne, skalierbare Architektur zu Integrieren damit der Service wartbar bleibt. All das wurde mir binnen eines halben Jahres von KI abgenommen. Im November letzten Jahres gabs die Ankündigung, dass wir jetzt Agenten wie Claude über Copilot nutzen können und das bitte auch sollen. Joa, war ganz nett. Binnen von 5 Monaten wurde der Management-Fokus so dermaßen auf KI gerichtet, es ist nicht mehr normal. Wir werden täglich dazu genötigt, KI zu nutzen. Wir müssen eine AI-First company werden, wir müssen wettbewerbsfähig bleiben, die Konkurrenz schläft nicht, etc. Ja was soll ich sagen, inzwischen hat sich mein Daily Doing um 180° gedreht. Ich schmeiße prompts in die KI, die KI implementiert meine Story, ich reviewe das und bin fertig. Oder ich reviewe den KI-Generierten Code eines Kollegen. Inzwischen gibt es natürlich auch für das Review KI-Unterstützung. Passt was nicht, diskutier ich solang mit der KI bis es passt ("Du hast absolut recht!"). Macht das Spaß? Absolut nicht. Ich schaue der KI beim Implementieren zu. Denken und Problemlösung wird mir abgenommen. Bin ich produktiver? Definitiv. Die gesamte Software-Entwicklung wurde durch Claude so dermaßen umgekrempelt... Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Eigne ich mir jetzt keine KI skills an, bin ich in 5 Jahren erst recht arbeitslos. Es kotzt mich an, aber ich bin absolut machtlos dagegen. Und wir stehen noch KOMPLETT am Anfang. Opus 4.6 ist ein sehr junges Modell... Wenn man sich die ganze Entwicklung um Mythos anschaut... gruselig. Wo das hinführt? Ich weiss es nicht, aber es wird sich noch einiges mehr tun in dem Bereich, so viel ist klar.   submitted by   /u/EnvironmentalCook582   to   r/luftablassen [link]   [comments]