Nationalbank: Banken sollen faule Kredite abbauen

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22.04.2026 12.39Online seit heute, 12.39 UhrDie Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hält den heimischen Bankensektor trotz geopolitischer Risiken für stabil, verweist jedoch im heute veröffentlichten Finanzmarktstabilitätsbericht erneut auf den starken Anstieg Notleidender Kredite bei Gewerbeimmobilien. Die Notenbank forderte die Institute auf, faule Kredite aktiv abzubauen und die Risikovorsorge zu erhöhen.Sticht im europäischen Vergleich herausSeit dem Zinsanstieg 2022 stieg die Quote von Problemkrediten (NPL) bei Gewerbeimmobilien auf 8,3 Prozent, während sie im Gesamtsektor bei drei Prozent stabil blieb. Besonders im gewerblichen Wohnbau sind mittlerweile mehr als 14 Prozent der Kredite notleidend.Damit steche der österreichische Bankensektor im europäischen Vergleich hervor, hieß es. Da die Banken gleichzeitig ihre Risikovorsorgen zurückfuhren, sank die Deckungsquote auf unter 40 Prozent.Gewinne stützen StabilitätGestützt wird die Stabilität durch die hohe Profitabilität der Geldhäuser. Im Jahr 2025 erzielten diese einen Gewinn von 11,8 Milliarden Euro, vor allem getragen von den Großbanken im Inland sowie Engagements in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Die harte Kernkapitalquote erreichte mit 19,0 Prozent einen Höchststand. Aufgrund steigender Betriebskosten mahnte die OeNB die Banken jedoch zur strukturellen Kostendisziplin.