22.04.2026 11.45Online seit heute, 11.45 UhrDie OECD hat heute ihre jährliche Studie zur Steuer- und Abgabenquote auf Arbeit veröffentlicht. Diese zeigt, dass Österreich bei der Abgabenbelastung auf Löhne im OECD-Vergleich den vierthöchsten Wert aufweist.Nur in Belgien, Deutschland und Frankreich waren die Lohnabgaben 2025 höher. Hauptverantwortlich dafür sind die vergleichsweise hohen Sozialabgaben für Arbeitnehmer und die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber.Im OECD-Schnitt stieg die Steuer- und Abgabenbelastung auf Löhne von kinderlosen Arbeitnehmern mit Durchschnittslohn im Vorjahr auf 35,1 Prozent der gesamten Lohnkosten.Gegenüber dem Jahr davor zeigte sich laut der Studie ein minimaler Anstieg. Grund dafür ist die Abschaffung des Klimabonus, der die Steuerbelastung um 0,3 Prozentpunkte steigen ließ.Die OECD-Studie zeigt zudem, dass Familien im österreichischen Steuersystem im internationalen Vergleich deutliche Vorteile gegenüber Kinderlosen genießen, auch wenn sich der Vorteil von 2024 auf 2025 leicht verringert hat.Bei einer Familie mit zwei Kindern, bei der nur ein Elternteil arbeitet, lag der Anteil der Steuer- und Abgabenbelastung an den Lohnkosten bei 33,3 Prozent und damit 13,8 Prozentpunkte unter jenem von Alleinstehenden ohne Kinder (OECD-Schnitt: minus 8,9).