Deutsche Militärstrategie: Russland als Hauptbedrohung

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22.04.2026 11.38Online seit heute, 11.38 UhrDer deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat heute für den weiteren Kurs der Bundeswehr in einer veränderten Sicherheitslage ein Gesamtkonzept für die militärische Verteidigung vorgelegt. Er warnte dabei vor Gefahren durch den Kurs Russlands unter Präsident Wladimir Putin.Russland bereite sich durch seine Aufrüstung auf eine militärische Auseinandersetzung mit der NATO vor und sehe den Einsatz militärischer Gewalt als legitimes Instrument zur Durchsetzung seiner Interessen, schreibt Pistorius zur Bedrohungslage mit Blick auf Russland.Das als Antwort darauf verfasste Konzept besteht aus der ersten Militärstrategie Deutschlands und einem Plan für die Streitkräfte. Dieser legt Aufbau, Struktur und Umfang der Streitkräfte für die Zukunft fest.Die Grundsatzdokumente machen klar, dass das Verteidigungsministerium Russland als die Hauptbedrohung einschätzt.„Hybride Kriegsführung“ als GefahrRussland setze gezielt auch auf „hybride Mittel“: Spionage, Sabotageakte, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen seien keine Randphänomene mehr. Das Land führe bereits jetzt hybride Operationen gegen die NATO-Staaten durch, darunter auch Deutschland.Ihre Abwehr sei zur Daueraufgabe geworden.Russland bewerte den Westen grundsätzlich als feindlich und stelle den Beitritt demokratischer Staaten zur NATO als Einkreisung dar. Eine Umkehr dieser Entwicklung sei für Moskau zentrales Ziel. Dazu wolle Russland den Zusammenhalt im Bündnis schwächen und eine Entkopplung der USA von Europa erreichen.Zahl der Soldaten soll steigenDie USA bleiben politisch und durch ihre militärischen Fähigkeiten für die NATO essenziell. Die Bundeswehr soll aber vermehrt Lasten in der Allianz übernehmen. Das wird zum militärstrategischen Schwerpunkt erklärt. Weiter werde Deutschland über die nukleare Teilhabe einen Beitrag zur nuklearen Abschreckung der NATO leisten.Bis 2035 soll die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten auf 260.000, die Zahl der Reservisten auf 200.000 steigen. In Summe sollen sich also mindestens 460.000 Soldaten gemeinsam mit Verbündeten einer Aggression Russlands entgegenstellen können. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.