22.04.2026 11.15Online seit heute, 11.15 UhrDie Lehrervertretung kritisiert den von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) vorgestellten „Plan Zukunft“. Der Plan sieht unter anderem einen Fokus auf Kindergärten, sechs Jahre Volksschule, neue Fächer und eine mittlere Reife vor.„Wir kennen inzwischen die Vorgangsweise des Herrn Bundesministers“, so der oberste Lehrergewerkschafter Paul Kimberger (FCG) zur APA. „Es wird mit pathetischen Worten Großes angekündigt. Allerdings: Was Konzepte, Pläne für die Implementierung und Details angeht – Fehlanzeige.“Inhaltlich ist der Christgewerkschafter bei vielen Plänen Wiederkehrs skeptisch bezüglich der Umsetzung. „Natürlich haben wir Verbesserungsbedarf bei der Elementarpädagogik und wären zum Beispiel einheitliche Qualitätsstandards wünschenswert. Das werden aber die Länder beantworten müssen.“Die sechsjährige Volksschule sei keine Erfindung Wiederkehrs, sondern gehe auf den niederösterreichischen Ex-Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) zurück, meinte Kimberger. Er kenne aber kein Konzept zur Realisierung. Offen sei etwa, wie das abseits größerer Städte organisatorisch und räumlich umgesetzt werden solle.Ähnlich sei es mit der Ankündigung neuer Fächer: „Was soll stattdessen gekürzt werden? Wir wissen es nicht.“ Nach wie vor skeptisch sieht Kimberger die Veröffentlichung von Standortdaten für Schulen, selbst wenn der Minister Rankings ausschließe, werde es mit der Datenveröffentlichung solche geben.