Weiterhin schwere Mängel in Post-Covid-Versorgung

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27.04.2026 06.49Online seit heute, 6.49 UhrAuch zwei Jahre nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ende der Covid-19-Pandemie verkündet und den globalen Gesundheitsnotstand aufgehoben hat, gibt es in Österreich schwere Mängel bei der Betreuung von Post-Covid-Betroffenen. Das hat eine neue und umfassende Umfrage von Wiener Fachleuten unter mehr als 300 Beteiligten ergeben.„Patienten mit Post-Covid-Symptomen empfinden die medizinische Versorgung in Österreich als unzureichend. Die geplante Einrichtung spezialisierter Zentren ist daher sowohl aus medizinischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll“, heißt es in der Zusammenfassung der neuen Studie, über die die APA heute berichtete.Die Studie wurde von Karen Laureen Pesta (Universitätsklinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Arbeitsmedizin) und ihren Co-Autoren, unter ihnen der Leiter der Klinik, Richard Crevenna, in der Wiener Medizinischen Wochenschrift Online publiziert.Mehr als 100.000 Betroffene in ÖsterreichDie WHO empfiehlt eine effektive Spätestens nach der Pandemie-Phase sollte laut WHO eine effektive Langzeitbetreuung. Die Wiener Wissenschafter zur Ausgangslage in Österreich: „Da etwa sechs Prozent der Infizierten anhaltende Symptome entwickelten, die heute als Post-Covid-19-Syndrom oder Long Covid bezeichnet werden, umfasst das Langzeitmanagement auch die Betreuung dieser Patienten. Bei rund sechs Millionen bestätigten Infektionen in Österreich entspricht dies weit über 100.000 Betroffenen.“Stark eingeschränkte Lebensqualität"Vier von fünf Befragten (82 Prozent) bewerteten ihre Lebensqualität als eher schlecht oder sehr schlecht, während nur 2,2 Prozent eine gute Lebensqualität angaben. Über 90 Prozent berichteten von zumindest häufigen Einschränkungen ihrer Arbeitsfähigkeit, 65,4 Prozent davon dauerhaft.Die Unterstützung durch Familienangehörige spielte eine zentrale Rolle: 90,1 Prozent der Betroffenen gaben an, auf familiäre Pflege oder Hilfe angewiesen zu sein", schrieben die Wissenschafter. „Unzureichende Informationen zur Behandlung“ führten 86,2 Prozent der Post-Covid-Betroffenen an. „Begrenzte Unterstützung durch die Krankenkassen“ sei von zwei Drittel (67 Prozent) genannt worden. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.