Familiennachzug: NGO-Beschwerde bei EU-Kommission

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27.04.2026 13.39Online seit heute, 13.39 UhrMehrere NGOs und Rechtswissenschaftler haben heute Beschwerde bei der EU-Kommission wegen des Stopps der Familienzusammenführung in Österreich eingelegt. Die 2025 getroffene Maßnahme wurde dieses Jahr verlängert, nun soll die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren prüfen, wurde in einer Aussendung gefordert.Initiatoren hoffen auf „klares Zeichen“ aus BrüsselDer Stopp sei „unstrittig ein Eingriff in das vom Unionsrecht gewährleistete Recht auf Familienzusammenführung, das Schutzberechtigten unter ohnehin engen Voraussetzungen ein Recht auf Nachzug ihrer Familie einräumt“, heißt es weiter.Lukas Gahleitner‑Gertz, Sprecher der asylkoordination österreich, forderte ein „klares Zeichen“ aus Brüssel zum Schutz der „gesetzlich garantierten Ansprüche auf Familiennachzug“. Christoph Riedl von der Diakonie verwies darauf, dass der ausgesetzte Nachzug „enorme Belastungen für Schutzberechtigte“ verursache.Die Beschwerde wurde von International Refugee Assistance Project (IRAP) Europe, asylkoordination österreich, der Diakonie und dem polnischen Verein Stowarzyszenie Interwencji Prawnej initiiert.25 nachgezogene Personen im ersten QuartalIm ersten Quartal des Jahres reisten 25 Personen im Rahmen von Ausnahmefällen der Familienzusammenführung nach Österreich. Zu Jahresmitte läuft der Stopp aus und soll durch ein umstrittenes Kontingentesystem ersetzt werden. Wie viele Personen ab dann im Familiennachzug nach Österreich kommen können, ist noch nicht bekannt.Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wiederholte zuletzt, dass man künftig über ein „Integrationsbarometer“ eruieren werde, wie viele Plätze vergeben werden können, ohne die Gesellschaft und ihre zentralen Systeme zu überlasten. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.