27.04.2026 12.36Online seit heute, 12.36 UhrDer Österreichische Presserat hat sich im Vorjahr mit 503 Fällen befasst und damit deutlich mehr als 2024 (426). Allerdings ging die Anzahl der Verstöße gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse etwas auf 25 zurück (2024: 27).Die „Kronen Zeitung“ führte mit neun Ethikverstößen das Negativranking erneut an. Dahinter folgten mit „oe24“ (6) und „Heute“ (4) zwei weitere Boulevardmedien, wie aus der heute bei einer Pressekonferenz veröffentlichten Bilanz hervorgeht.Erfundenes Eastwood-InterviewAufsehenerregende Fälle waren etwa ein „Interview“ mit Clint Eastwood im „Kurier“, das in der Form nie stattgefunden und somit Aktualität vorgegaukelt hat, oder ein Bericht über eine junge Frau, die auf einer Straße in Dubai äußerst schwer verletzt gefunden wurde, wobei die Onlinenachrichtenseite Vol.at die Gewalteinwirkung gegenüber der Ukrainerin mit einer Fotomontage ins Lächerliche zog und zusätzlich ein unverpixeltes Foto von der Betroffenen anfügte, auf dem sie leicht bekleidet zu sehen ist.Die „Neue am Sonntag“ verübte einen schwerwiegenden Eingriff in die Intimsphäre einer Frau, indem bei einem Artikel über ebenjene Frau, die anonym ein Kind geboren hatte, online ein Artikel verlinkt wurde, der ihren Vor- und Nachnamen enthält.Viele Meldungen zu Grazer AmoklaufZum Amoklauf an einer Grazer Schule mit zehn Toten gingen rund 100 Meldungen ein, wobei das Selbstkontrollorgan mehrere Verfahren einleitete. Zwar kam es zu keinen eklatanten Ethikverstößen, doch sprach der Presserat etwa aufgrund eines Evakuierungsvideos, das auf Krone.at und oe24.at Schülerinnen und Schüler in einer extremen Stresssituation zeigt, den Hinweis aus, mehr Zurückhaltung zu üben. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.