23.04.2026 17.16Online seit heute, 17.16 UhrDie SPÖ ortet einen „blauen Datenskandal“, konkret geht es um den in der Vorwoche bekanntgewordenen neuen Ermittlungsstrang gegen Egisto Ott. Der ehemalige Verfassungsschützer soll am 4. März 2020 das elektronische Gesamtpersonalverzeichnis des Innenministeriums weitergegeben haben.Diese „hochsensiblen und streng geheimen Daten“ von 36.368 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien Anfang 2018 aus dem Innenministerium (BMI) „herausgeschleust“ worden, sagte Seltenheim heute Nachmittag. Kickl sei damals Innenminister gewesen.Die Daten wurden später beim ehemaligen freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Hans-Jörg Jenewein in Form eines USB-Sticks gefunden. Die SPÖ appellierte an Kickl klarzustellen, was die Daten von Zehntausenden Polizistinnen und Polizisten in der Schublade seines engen Vertrauten zu suchen hatten und was Jenewein damit gemacht habe.Die FPÖ reagierte umgehend. Sicherheitssprecher Gernot Darmann sah „ein ganz besonders peinliches Ablenkungsmanöver“ vom Spionageprozess gegen Ott und „vom SPÖ-Versagen beim ORF“, wie er in einer Aussendung feststellte.Er verwies darauf, dass das gegenständliche Personalverzeichnis von einer FCG-Gewerkschafterin den Weg zu Ott gefunden haben soll, und fragte sich, ob und allenfalls auf welcher Rechtsgrundlage der Kabinettschef im Innenministerium unter Wolfgang Sobotka (ÖVP), Michael Kloibmüller, die Personaldatei erstellt habe.